Ein lange und heiß diskutiertes Projekt, das neue Feuerwehrgerätehaus, nimmt Gestalt an. Über den Baufortschritt im Mischgebiet "Trimberger Weg" informierten sich der Bauausschuss, der Gemeinderat und die Mitglieder des Arbeitskreises "Feuerwehrhaus" beim Vor-Ort-Termin mit dem leitenden Architekten, Alexander Albert.

Den Rohbau schloss die Baufirma Stolz termingerecht ab. Wunschziel des verantwortlichen Planers ist die Fertigstellung im nächsten Januar. Wird es erreicht, könnte die Feuerwehr Elfershausen in neun Monaten in ihr neues Domizil auf insgesamt 3452 Quadratmeter einziehen.

Lob für Firma

Im Rahmen seiner Führung erläuterte Albert die Fahrzeughalle mit drei Stellplätzen, auf die das Kommandantenbüro freien Blick gewährt, und den Werkstattbereich. Informationen - auch Verbesserungsvorschläge - gab es zum sich anschließenden Sozialtrakt mit Schulungsraum und Sanitär-, Technik- und Umkleideräume. Hier schlug die 2. Bürgermeisterin Christine Neeb-Wittmann vor, die Überdachungs-Steigung zu belassen, um in diesem Bereich mehr Volumen zu gewinnen. Lob spendete Ingenieur Albert der ausführenden Firma Stolz für den Übungsturm, der aus mehreren Teilen erbaut wurde.

Die bisher vergebenen Aufträge summieren auf rund 780 000 Euro. Das sind 2,7 Prozent mehr als der Ansatz. Doch könne der überplanmäßige Etat an anderer Stelle wieder hereingeholt werden. Mit Blick auf eigene Leistungen der Wehr - etwa im und am Außengelände - wäre dies nach Dafürhalten von Bürgermeister Johannes Krumm möglich. Kommandant Dominik Roth, Mitglied des Arbeitskreises, verwies jedoch vehement auf die "Pflichtaufgabe der Gemeinde" und bereits zahlreich erbrachte, freiwillige Stunden der Wehr und seiner Person. Dennoch beharrte Krumm auf seiner Meinung: "Da kann noch einiges gehen".

Materialverteuerung

Architekt Albert goss allerdings einen Wermutstropfen in den Becher. "Es ist durchaus möglich, dass die Baukosten höher liegen, bedingt durch Materialverteuerungen in vielen Sektoren", vermutete er. Nach der Vorstellung des weiteren Bauzeitenplans, stellte Marina Meller, Mitarbeiterin im Planungsbüro, drei Varianten für die Festlegung der Fassadenfarbe und die Stahlfassaden vor. Hier entschieden sich die Anwesenden für ein Signal-Rot an den Ausfahrtstoren der Fahrzeuge sowie Silbergrau und Anthrazit an der Außen- und den Stahlblechfassaden. Die Bemusterung der Gebäudeausstattung ist Thema in der nächsten Gemeinderatssitzung.

In dieser Sitzung will Krumm auch die künftige Betreuung des Projekts durch die Gremien Erweiterter Bauausschuss und Arbeitskreis diskutieren lassen.