Elfershausen
Planung

Trimburg soll attraktiver werden

Der Gemeinderat kam auf der Burg zusammen und diskutierte dort über künftige Sanierungsprojekte. Pagodenzelte sollen mehr Komfort bieten, zum Schutz des Putzes soll ein Lacküberzug angebracht werden.
Ein herkömmliches Zelt will der Denkmalschutz im Burghof nicht sehen. Doch erklärte sich die Behörde zum Aufstellen von Pagodenzelten bereit.
Ein herkömmliches Zelt will der Denkmalschutz im Burghof nicht sehen. Doch erklärte sich die Behörde zum Aufstellen von Pagodenzelten bereit.
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Der Markt will mit seinen Pfunden wuchern und die Trimburg durch Sanierungsmaßnahmen und Verbesserungen noch attraktiver machen. Im Beisein des neuen Managers der "Allianz Fränkisches Saaletal", Dr. Matthias Bickert, erläuterte Bürgermeister Karlheinz Kickuth (SPD/ FW) geplante Projekte und Vorschläge.
Traditionell findet die letzte Ratssitzung vor der Sommerpause auf der Ruine statt und ist mit einer Begehung verbunden. Dabei informierte der Rathausobere über einen Vorschlag von Burgbetreuer Edgar Wolf, den Hof mit einem kleinen Zelt zu bestücken, was jedoch den Vorstellungen des Denkmalschutzes entgegensteht. Die Behörde sähe lieber dem Burgcharakter entsprechende Pagodenzelte, deren Kosten Kickuth mit rund 30 000 Euro angab.
In dieser Größenordnung liegt auch eine weitere, barrierefrei geplante WC-Anlage im Nebenhof, in dem der einstige Brunnen liegt. Die Unisex-Toilette soll den Weg zum Erthal-Gebäude ersparen, in dem die Sanitäranlagen liegen und auch für Behinderte zugänglich sein. Die Rückwand des Vorbe reitungs- und Verkaufsraumes im westlichen Burghof will die Gemeinde mit einem Lacküberzug versehen, der ein weiteres Abbröckeln des Putz verhinderte.
"Wenn wir etwas für die Burg und den Tourismus machen wollen, müssen wir anpacken", betonte der Bürgermeister angesichts der doch stattlichen Investitionen. Hinzu kommen ein Pflaster im Hof und in der im vorigen Jahr hergerichteten Außen-Bastion. Hier kann die Gemeinde auf zehn Tonnen kostenfreies Material von Autobahn-Parkplätzen zurückgreifen.

Fördermittel erhofft

Aufnahme in ein Förderprogramm sucht der Markt bei der Sanierung und Säuberung der Mauerkronen am Burgfried und an der südlichen Mauer. Den Weg nach Engenthal und Wasserlosen möchte die Gemeinde in das Kernwegenetz einbeziehen. Vorgesehen ist zudem eine Ergänzung der Beleuchtung an der Treppe zum Erthalsaal.
Eine punktuelle Trockenlegung am Echter-Gebäude und an der Kapelle ist bereits erfolgt, jedoch sind in den überdachten Gebäuden weitere Maßnahmen notwendig, wie zum Beispiel die Fensterverglasung. Bezüglich der Straße zur Ruine, den Hans-Schneider-Weg, sind für dieses Jahr keine Investitionen zu erwarten. "Das ist ein Projekt für die kommenden Jahre", so Kickuth.
Allianz-Manager Bickert, der sich kurz vorstellte, will für die Region "eine Verdoppelung im Tourismusbereich" erzielen. Was das Kernwegekonzept angeht, das hier mit einfließt, ging er mit dem Rat konform, örtliche "Schlüsselpersonen" zu suchen, die ihre Heimat gut kennen und mit seinem Büro zusammenarbeiten. Dies könnten beispielsweise Landwirte sein.
Um Fördersätze für das Vorhaben Kernwegenetz zu erreichen, müssen Flur- oder Feldwege hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt werden können, aber auch als Radwege dienen. Vorgesehen ist der Ausbau dieser Wege, die asphaltiert - in Ausnahmefällen auch wassergebunden sein können - in 3,50 Meter Breite plus einem Bankett von 0,5 Meter und einem Graben.

Parkplatzprobleme

Probleme gibt es im Ortsteil Elfershausen mit parkenden Fahrzeugen an der Praxis von Zahnarzt Dr. Riedel bei der Einfahrt von der Schäfer-Siedlung in die Von-Erthal-Straße. Die Einsicht und die Einfahrt in den Kurvenbereich sind stark behindert. Die Familie Riedel bot ihr eigenes Grundstück als Parkfläche an, das jedoch limitiert ist. Das Parken auf einer gemeindeeigenen Grünfläche lehnte der Bürgermeister ab. Eine beidseitige "Zickzack-Linie" vom Kurvenanfang bis zum -ende soll die Misere beenden.
Die Erdaushubdeponie im Steinbruch Langendorf betreffend, schlug Volker Partsch vor, dass nur noch ortsansässige Bauwerber hier entsorgen dürfen. Zudem will die Gemeinde eine Erhöhung der Deponie um fünf Meter in Auftrag geben. Parallel zu dieser Regelung will der Markt jedoch eine Alternative in Form eines Lagerplatzes entwickeln.
Christine Neeb-Wittmann bat um die Anschaffung einer größeren Mülltonne für den Jugendraum Langendorf. Die derzeitige Tonne sei mit 60 Litern zu klein, schließlich werde sie von mehreren Vereinen genutzt. Kickuth empfahl, den produzierten Müll mit nach Hause zu nehmen.
Was den angeschwemmten Baumstamm am Badeplatz Elfershausen angeht, der an Land gezogen wurde, verwies der Bürgermeister auf die Zuständigkeit des Wasserwirtschaftsamts.