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Trimburg erwacht aus Dornröschenschlaf

Theater und Jazzfest: Mit vielen Veranstaltungen soll wieder Leben auf dem Gelände einkehren, kündigen die Freunde der Trimburg an.
Die derzeitige Konstellation der neuen Pagodenzelte wird geändert, um mehr Platz und eine erweiterte Optik im Burghof zu gewinnen.
Die derzeitige Konstellation der neuen Pagodenzelte wird geändert, um mehr Platz und eine erweiterte Optik im Burghof zu gewinnen. Foto: Winfried Ehling
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Der Dämmerschlaf des Wahrzeichens von Elfershausen hat ein Ende. Auf der Trimburg soll mit einem gut geschnürten Paket voller Veranstaltungen wieder Leben einkehren, beschlossen die Freunde der Trimburg in ihrer Jahreshauptversammlung. Die Events reichen von der Theateraufführung über die musifit-Veranstaltungen und das beliebte Jazzfest bis zur Knappenschule, der "Nacht der Poesie" und dem Musiktheater, einem Weinfest und der Burgbelebung durch die Trimberger Ritterschaft.

Zur "Artus-Runde" mit Weißwurst-Frühstück hießen Vorsitzender Micha Strauß und Burgherr und Bürgermeister Johannes Krumm willkommen. Beiden war die Freude anzumerken, dass das "Schmuckkästchen" sein Programm wieder aufnehmen und Besucher bewirten kann. Denn der Verein der Trimburg-Freunde ist auf diese Einnahmen angewiesen, will er die Kosten für den Erhalt der Landmarke, wie Instandsetzungen und Sanierungen, aufbringen.

Schatzmeister Bernd Strauß gab einen Kassenüberblick. Die Corona-Jahre zwangen den Verein zwar nicht in die Knie, doch hinterließen sie merkliche Lücken. In den Verlust-Jahren konnten die Freunde der Trimburg immerhin mit Unterstützung des Regionalbudgets der Allianz "Fränkisches Saaletal" drei stilgerechte Pagoden-Zelte beschaffen und Jalousien für den Echtersaal einbauen, die der Markt Elfershausen mit 5000 Euro förderte. Aktuell wird das Sandsteinportal am Burg-Cafe von der Stangenrother Firma Keßler restauriert.

Die Kassenprüfer Hannes Deinlein und Alfons Hausmann bestätigten die ordentliche Buch- und Kassenführung. Die Entlastung des Vorstands fiel einmütig.

Vorsitzender Micha Strauß informierte über anstehende Projekte. Ein weiteres jahrhundertealtes Portal zum Rittersaal wird derzeit instand gesetzt. Eine neue Bestuhlung für die Zelte käme zu teuer. Deshalb begnügt man sich mit den bisherigen Biertischgarnituren. Strauß hoffte zudem, dass sich noch zwei Vereine finden, die die Bewirtungstermine am 12. Juni und am 30. Oktober übernehmen.

Sein Dank galt Bärbel Sauskojus, die in der "Saure-Gurken-Zeit" die Tore der Ruine für einige Stunden offen hielt. Ebenso erhielt die Bergwacht Oberbach ein Lob, die wertvolle Hilfe beim Entfernen von Bewuchs auf dem Dach und den Mauerkronen leistete.

Mit Blick auf die neuen Zelte kam die Frage auf. ob diese als Dreikette nebeneinander bestehen bleiben sollten. Der Einwand, dass die jetzige Konstellation dem Burghof optisch viel wegnehme und der Freiraum eingeschränkt wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Vize-Vorsitzender Matthias Schiebel schlug vor, ein Zelt im ehemaligen Pferdestall unterzubringen, was allerdings aufwändig ist.

Für musifit, die Schwesterabteilung der Trimburgfreunde, erstattete Kuno Holzheimer, künstlerischer Leiter der Musikakadamie, Bericht. Demnach sind in der laufenden Saison drei weitere Veranstaltungen geplant. Dies sind zweimal die "Klassenreise zur Musik" und die mehrtägige Musik-Klassenfahrt. Am 15. Juli feiert dann der König seinen Geburtstag. Auf das beliebte Musical gab es seitens der Kinder einen Riesenansturm. Allerdings wollten viele Eltern zu Pandemiezeiten keine Zusammenkunft.

Hinzu kommt die "Knappenschule" mit Rittergruppen, die Schiebel leitet. Dazu erwartet er ukrainische Kinder aus einer Kissinger Schulklasse. Er informierte auch über einen auf Metall gravierten Grundriss der Burg , den ein Mitglied, Professor Rainer Herweg, stiften möchte. Bei Burgführungen könnten Besucher die Trimburg so von oben bestaunen.

Regisseur Bernd Lemmerich wartet heuer mit dem Theaterstück "Der zerbrochene Krug" von Heinrich von Kleist auf. Die Komödie für alle Altersgruppen wird am 9. und 10. Juli sowie am 15., 16. und 17. Juli gegeben. Karten gibt es im Vorverkauf im Hotel Ullrich, im Bunten Buchladen in Hammelburg und an der Abendkasse. Zwei Mitspieler aus dem Ensemble der Disharmonie Schweinfurt, Christine Hadulla und Peter Hub, wollen zu dem am 14. August die viel besuchte "Nacht der Poesie" wieder aus der Taufe heben.

Fahrunternehmer Günter Zink empfahl mehr Park-Boxen auf dem Weg zur Burg. Bei vielbesuchten Veranstaltungen komme es immer wieder zu Problemen zwischen bergauf und bergab fahrenden Fahrzeugen.