Neuwahlen, Ehrungen und die Segnung des neuen Löschfahrzeugs standen bei der außerplanmäßigen Generalversammlung der Stützpunktwehr Oberthulba in der Fahrzeughalle im Mittelpunkt.

In seinem Jahresbericht ging Vorsitzender Tiemo Stürzenberger zunächst unter anderem auf die Informationsveranstaltung für die Kinderfeuerwehr im März 2020 ein, an der sich über 30 Kinder mit ihren Eltern im Feuerwehrgerätehaus einfanden. "Doch dann kam alles anders", so Stürzenberger über die Aktivitäten des restlichen Jahres. Übungen, Veranstaltungen, etc. wurden auf das notwendigste heruntergefahren, das Vereinsleben stand still.

Doch gerade diese Zeit, als viele Kameraden sich in Kurzarbeit befanden oder auch mehr Zeit als sonst hatten, konnte das Projekt "Kinderfeuerwehrauto" angepackt werden. Es wurde geplant und gezeichnet, konstruiert und berechnet. Und heraus kam ein Kinderfeuerwehrauto, das in Bayern einzigartig ist. Dafür gab es von der bayerischen Staatsregierung im Frühjahr eine Auszeichnung.

Pfarrer Dr. Blaise Okpanachi segnete in seiner herzlichen Art und Weise jetzt sowohl das Kinderfeuerwehrauto als auch das neue Mehrzweckfahrzeug Oberthulba 11/1. "Gerne hätten wir dies in diesem Jahr im Rahmen unseres 150-jährigen Jubiläums vorgenommen, aber dies mussten wir pandemiebedingt absagen", so Stürzenberger,.

Im Anschluss konnte der 1. Kommandant Lukas Zwecker von dennoch knapp 5000 Arbeitsstunden für das vergangene Jahr berichten. Alleine 835 Stunden wurden von den Kameradinnen und Kameraden für das Kinderfeuerwehrauto eingebracht. Er ging kurz auf die größeren der 48 Einsätze ein.

Neu aufgenommen in die aktive Wehr wurden Alina Metz, Ann-Kathrin Weingärtner, Julia Schreiner, Sandro Schmitt, Jürgen Lorenz und in den Feuerwehrverein Rainer Kirchner.

Bei der Neuwahl traten alle Mitglieder des Vorstandes bis auf einen Kassenprüfer wieder zur Wahl an. Der Feuerwehrverein wird die nächsten drei Jahre weiterhin von Tiemo Stürzenberger als 1. Vorsitzender, Thomas Eyrich als 2. Vorsitzender, Sebastian Baus als Schriftführer und Florian Haas als Kassier geführt. Als Kassenprüfer wurde Klaus Blum und neu, Sandro Schmitt. Letzterer übernahm das Amt von Andreas Kleinhenz, der über 27 Jahre Kassenprüfer war. Die beiden Vertrauensleute Freddie Döpfert und Thomas Gessner wurden ebenfalls bestätigt.

Ehrungen und Beförderungen

Ehrungen und Beförderungen standen ebenfalls auf der Tagesordnung. Tino Kaspar und Matthias Zwecker wurden für 25 Jahre aktiven Dienst in der Oberthulbaer Wehr ausgezeichnet. Die offizielle, staatliche Ehrung fand bereits am 1. August statt. Zum Feuerwehrmann befördert wurden Noris Albert, Lukas Söder, Bernhard Straßen, Frederik Döpfert und Bernhard Geldner. Zum Oberfeuerwehrmann Dominik Krug und zum Hauptfeuerwehrmann Bernd Walder. Zum Schluss wurde der 1. Kommandant Lukas Zwecker von seinem Bruder Matthias zum Hauptlöschmeister ernannt.

Bürgermeister Mario Götz war bei seinem ersten Besuch bei der Stützpunktwehr voll des Lobes, was die Aktivitäten der Wehr gerade in der schwierigen Zeit der Pandemie anging. Es mache ihn stolz, dass er im Markt acht starke Feuerwehren habe, die immer darauf bedacht sind, nicht das Kirchturmdenken in den Vordergrund zu stellen, sondern zusammen die Aufgaben von morgen anzugehen, was man gerade bei dem Thema Kinderfeuerwehr Markt Oberthulba sichtlich spüre.

Auch Altbürgermeister Gotthard Schlereth unterstrich den über die Marktgemeindegrenzen hinaus bestehenden guten Ruf der Wehr. Es war ihm in seiner Amtszeit als Bürgermeister immer sehr wichtig, dass die Wehren für die wachsenden Anforderungen bestens ausgerüstet waren und er sei froh, dass dies so fortgesetzt wird.

Schwarze Löcher

Kreisbrandinspektor Thomas Eyrich ging vor allem auf die digitale Alarmierung ein, die "hoffentlich im nächsten Jahr im Landkreis Bad Kissingen umgesetzt wird". Die Vorgespräche mit dem Markt seien gelaufen. Er wies jedoch auf ein Problem in Hassenbach hin. Beim Test der digitalen Alarmierungsgeräte wurde festgestellt, dass es hier noch einige schwarze Löcher gäbe, wo die digitale Alarmierung nicht funktioniere. "Hier muss schnellstens eine Lösung bei", so Eyrich.red