Fertig gestellt ist die sanierte Kreisstraße KG 13 schon seit Längerem. Am Mittwoch wurde sie feierlich im Bereich der Garitzer Straße an der Einmündung zur Gartenstraße eingeweiht. Es gibt zwei Bauherren, nämlich den Landkreis Bad Kissingen für die KG 13 und den Markt Oberthulba für die Tiefbauarbeiten mit der Sanierung von Wasser- und Kanalleitungen im Ortsbereich Wittershausen.
Den ökumenischen Kirchensegen gab es gemeinsam vom katholischen Pfarrer Dr. Blaise Opanachi aus Oberthulba und dem evangelischen Pfarrer Philipp Klein aus Bad Kissingen. "Möge diese Straße uns zusammenführen", freute sich Klein über die ökumenische Zusammenarbeit mit seinem katholischen Amtskollegen. Möge die neue Straße auch von Unfällen und Schäden verschont bleiben, so der gemeinsame Wunsch der Geistlichen. "In meinem Heimatland Nigeria ist so eine tolle Straße nicht selbstverständlich", gratulierte Pfarrer Blaise.
Gefreut auf den Einweihungstermin hatten sich die Vorschulkinder vom Kinderhaus St. Johannis aus Oberthulba. Sie sangen und stimmten mit ihrer Vorführung auf die Feier ein.
Mit fast 280 000 Euro bezifferte Bürgermeister Gotthard Schlereth (FWG / CSU) die Baukosten, die auf den Bereich des Marktes Oberthulba zukamen. Davon entfielen 185 000 Euro auf den Kanal (Baujahr 1971), 64 000 Euro auf die Wasserleitung (Baujahr 1962) und 28 000 Euro auf die Straßenbeleuchtung. Nein, die frisch sanierte Verkehrsverbindung zwischen Wittershausen und Garitz sei jetzt keine Rennstrecke, ging Schlereth auf Äußerungen in der vergangenen Bürgerversammlung ein. "Aber sicherer ist diese Fahrt nun geworden", sagte er. Ferner habe es in der Vergangenheit hin und wieder Sturmschäden gegeben, die in Zukunft hoffentlich keine Auswirkung auf den Straßenbereich der KG 13 mehr haben würden. Schlereth dankte den Anwohnern für deren Geduld und Verständnis.
"Auch für den Landkreis ist dies eine relativ große Baumaßnahme gewesen", sagte Landrat Thomas Bold (CSU). Der Straßenausbau habe komplett erneuert werden müssen. Etliche Unfälle seien Grund für den Ausbau mit besserem Straßenverlauf ohne enge Kurven und mit jetzt angemessener Breite gewesen. Rund 4,1 Kilometer sei die Autostraße lang, etwas kürzer der parallel angelegte Radweg. Die Kosten für die Sanierung der KG 13 bezifferte Bold mit rund 3,1 Millionen Euro. Er dankte dem Freistaat Bayern für die Zuwendung von 75 Prozent der förderfähigen Kosten, was knapp über zwei Millionen Euro ausgemacht habe. Gebaut wurde ab Mai 2016 genau ein Jahr. Durch die Vollsperrung der Kreisstraße konnte die Firma Stolz die Tragschichten bis zum 16. Dezember 2016 fertig stellen, worauf die Straße bis zum 3. April wieder geöffnet werden konnte. Im April wurden die Fahrbahndecken aufgebracht und die Restarbeiten erledigt. Besonderes Augenmerk umfasste auf weiten Strecken die Ableitung des Oberflächenwassers direkt in den angrenzenden Wald, um keine Sammlung und konzentrierte Ableitung zu erzeugen.
Verbunden mit den Maßnahmen ist eine Neugestaltung des Orteingang Wittershausen, zu der die neue Natursteinmauer und deren Hinterpflanzung im Böschungsbereich zählt. Schlereth dankte den freiwilligen Helfern, die auch aus dem Obst- und Gartenbauverein kamen. Ebenso wurde ein Platz mit Baum und Sitzgelegenheit neu angelegt. Ein Teilstück der Fahrbahn der Gartenstraße sowie ein Teilstück Gehweg der Garitzer Straße und Gartenstraße sind Unterhaltsmaßnahmen.
Der Bildstock an der KG 13 wurde dem neuen Straßenverlauf angepasst. "Die Verbindung mit Auto und Rad nach Garitz ist hervorragend, und Wittershausen ist jetzt gut gerüstet für seine 700-Jahr-Feier", sagte Schlereth. Er drückte Bad Kissingen die Daumen für den Wertungsaufstieg vom Mittel- zum Oberzentrum.