Bei der Ortseinsicht am oberen Deisselbach informierten sich Gemeinderat und interessierte Bürger über die Möglichkeiten zum Hochwasserschutz. Angedacht ist ein Damm hinter dem sich 24 000 Kubikmeter Wasser sammeln und kontrolliert abgeführt werden können. Unter der Prämisse, möglichst wenig Ackerfläche zu zerstören, standen zwei Varianten zur Wahl.

Als neuer Standort für den Damm käme die engste Stelle der Senke zwischen der Jagdhütte und dem Angler-Areal in Frage. Eine Variante ergibt sich 40 Meter abwärts. Sie nähme ein Stück Wiese in Anspruch, deren Besitzerin mit einem Tausch einverstanden wäre. Die Kosten für beide Projekte unterscheiden sich kaum. Der Weg zur Jagdhütte muss aber nach Beurteilung des Technischen Büros Werner bei Hochwasser bis zum Damm befahrbar bleiben. Dies bedingt, dass der Weg höher zu legen ist.

Alfons Hausmann glaubt, der Weg könne auch überflutet werden, da die Menge von 24 000 Kubikmeter nach seinem Dafürhalten kaum erreicht werde. Allerdings möchte der Markt die Förderung von rund 60 Prozent für die Maßnahme abschöpfen, die er nur erhält wenn das Projekt auf die genannte Füllmenge ausgelegt ist. In der Ratssitzung forderte Bürgermeister Johannes Krumm zur Beschlussfassung auf. Hausmann pochte hier auf eine belastbare Berechnung für die rückwärtige Variante. Dem stimmte der Bürgermeister zu. Auch Volker Partsch setzte sich für diesen Standort ein mit dem Hinweis, den angrenzenden Autobahndamm wegen möglicher Aufweichung im Auge zu behalten. Der Rat sprach sich einstimmig für die neue Variante aus.

Rückhaltebecken an der Autobahn

Im Konzeptrahmen steht die Deisselbach-Sperre jedoch nicht allein. Die Gesamtmaßnahme beinhaltet zwei Rückhaltebecken an der Autobahn, eine Verrohrung im Bereich der Auraer Straße und die Lehmgrube am Stappberg, die noch zu erwerben ist. Zu der ehemaligen Abbau-Grube brachte Partsch Bedenken ein. Die Nutzung als Rückhaltebecken sei wegen Altlasten und Austrocknung des Lehms schwierig. Krumm verwies auf das Landratsamt, das auf die Einbringung einer zusätzlichen Lehmschicht von einem Meter besteht und darauf, dass kein Wasser in der Grube stehen darf, dieses wird kontrolliert in den Kanal abgeleitet.

Für die Realisierung des Konzepts hat der Markt zehn Jahre Zeit. Möglich wäre ein sofortiger Start. Doch dann entfällt die Förderung. Nach Vergleich der Planung, die vor drei Jahren vorlag und dem neuen Plan sowie der Zusage einer detaillierten Kostenberechnung durch das Technische Büro, einigte sich der Rat einstimmig auf das neue Konzept. Als Sofortmaßnahme beschloss der Rat die Maßnahme "Verrohrung durch die Auraer Straße" umzusetzen. Auch sollen Gespräche mit der Autobahnbehörde geführt werden.

Bauanträge

Eine Reihe von Bauanträgen passierte im Anschluss ohne Einwände. Für den Wohnhausneubau mit Doppelgarage am Machtilshausener "Kreuzberg" wie auch den Neubau eines Einfamilienhauses mit Garage und Carport "An der Zeicht" sprach der Rat eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans aus. Die Errichtung einer gewerblichen Lagerhalle mit Einzelgarage in der Elfershausener Florianstraße erhielt in zweiter Sitzung die Genehmigung.

Drei sogenannte Freisteller bedurften keines Beschlusses. Dies sind der Bau eines Einfamilienwohnhauses mit Einliegerwohnung und Doppel-Garage "Am Kreuzberg", die Errichtung eines Wohnhauses mit Nebengebäude in der Florianstraße sowie die Erstellung einer Freischankfläche mit zwei Fahnenmasten, ebenfalls in der Florianstraße.

In der Oberthulbaer Straße verlegt das Bayernwerk Stromkabel. Für den Markt besteht die Möglichkeit, den Gehweg im Rahmen der Baumaßnahme zu pflastern. Die dortige Straßenlampe wird verlegt. Die Mehrkosten für die Pflasterung wären vom Markt zu tragen. Die Pflasterung wurde gegen vier Stimmen beschlossen.

Der Landkreis richtet eine Zentrale Beschaffungsstelle für die Kommunen ein. Begründet wurde dies mit den gestiegenen Anforderungen denen die Kommunen ausgesetzt sind. Der Kreis übernimmt allerdings keine Kosten für den Beschaffungsbedarf. Die Kosten für die Beschaffungsstelle werden auf die Kommunen kostendeckend umgerechnet. Die Gebühr pro Vergabe liegt bei 300 bis 400 Euro. In den ersten beiden Jahren sind Fördermittel in Aussicht gestellt. Der Markt Elfershausen beteiligt sich an der Einrichtung gegen eine Stimme.

Auch die Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Wasserlosen für zwei Gewerbegebiete passierte gegen eine Stimme.