Der Stolz der Feuerwehr Elfershausen ist das neue Gerätehaus im "Trimberger Weg" für das, ein Jahr nach dem Spatenstich, die Gemeinde und die Wehr das Richtfest feierten. Der Neubau ersetzt den bisherigen Unterstand im Schlosshof, der den gewachsenen Aufgaben der Wehr schon lange nicht mehr genügte.

Nach anfänglich schnellem Baufortschritt der Erd- und Rohbauarbeiten mussten diese, witterungsbedingt, erst einmal ruhen. Zu einem weiteren Stillstand kam es bei Bestellung und Lieferung der Dachhaut, was der damaligen Marktsituation geschuldet ist. "Von einem "schnell wie die Feuerwehr" könne man hier nicht reden, merkte Bürgermeister Johannes Krumm ironisch in seinem Grußwort an.

Mit der Lieferung der Dachhaut nahmen die Arbeiten wieder Fahrt auf, Elektriker, Heizungsbauer und die Mitarbeiter der Verputzer-Firma sind jetzt auf der Baustelle. "Wir wollen das Projekt mit allen Beteiligten und den ehrenamtlichen Helfern zu einem guten Abschluss bringen und der Feuerwehr wie der Gemeinde ein funktionsfähiges Gerätehaus übergeben, damit sie ihre Aufgabe erfüllen kann", betonte Krumm.

Sein Dank galt Zimmer-Meister Thomas Weissenberger, Architekt Alexander Albert und den Mitarbeiter der Gemündener Stahlbauwerke sowie den ehrenamtlichen Helfern, zuvorderst Vereinsvorsitzenden Berthold Neeb, der die Volunteers beim Ehrgeiz packte mit dem Satz: "Nur der, der weiß, wie Staub auf der Baustelle schmeckt, ist mit dem Gebäude innig verbunden."

Elfershausen sei eine aktive, übungseifrige und deshalb sehr wichtige Feuerwehr in der Marktgemeinde, lobte der Rathausobere. Kommandant Dominik Roth setze sich persönlich für den Nachwuchs ein und habe erst kürzlich mit Kindern eine Schnupperveranstaltung organisiert. Der Arbeitskreis beriet inzwischen über die Gestaltung der Außenanlagen.

Richtfest war für Architekt Albert auch "Sichtfest". Die Situation sei nicht gerade rosig, doch es soll zügig weitergehen. Das Innere des Gebäudes soll bis März fertiggestellt sein - vorausgesetzt, es läuft ohne Probleme ab. Das neue Gerätehaus mit einer Gesamtnutzfläche von 734 Quadratmetern und einem Rauminhalt von rund 3800 Kubikmetern ist mit Kosten in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro veranschlagt. Die tatsächlichen Kosten werden sich bei der Einweihung zeigen.

Auch Zimmerermeister Weissenberger berichtete von Lieferproblemen und teils horrenden Preisaufschlägen im Frühjahr. Doch habe sich die Marktsituation inzwischen gebessert, die Auslieferschwierigkeiten seien behoben. Er richtete den Bänderbaum auf und trank den ersten Schluck aus dem Weinglas auf das neue Haus, den zweiten auf den Planer und den dritten Schluck auf "das Handwerk, dem ich angehöre".

Danach waren die Gäste zu einer Brotzeit geladen. Kommandant Roth lud anschließend zu einem Innen-Rundgang ein, bei dem er die Funktionen der Räume erläuterte.