Die Gemeinderatssitzung in Ramsthal hatte sich in seiner jüngsten Sitzung mit Regularien zu befassen. Dazu zählt auch die Einführung eines digitalen Informationssystems für die Gemeinderäte (Ratsinformationssystem) in den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft. Dadurch war eine Veränderung der Geschäftsordnung erforderlich. Zukünftig können die Gemeinderäte Sitzungsladungen und Unterlagen zur Vorbereitung auf einzelne Tagesordnungspunkte passwortgeschützt digital erhalten. Auch die Protokolle der Sitzungen werden zukünftig im System sein. Nach kurzer Diskussion entschied sich der Gemeinderat für die Änderung der Geschäftsordnung.

Die Entsorgung des Klärschlamms aus der Gemeinschaftskläranlage für Sulzthal, Ramsthal und Wirmsthal fordert die Gemeinden. Zwar ist es möglich, Klärschlamm im beschränkten Umfang auf Feldern zu entsorgen, es finden sich aber kaum noch Abnehmer unter den Landwirten. Damit ist es erforderlich, einen anderen Weg der Entsorgung zu suchen. Die Betreibergemeinden der Kläranlage streben eine Kooperation mit dem AZV Thulba-Saale an, der eine technische Lösung zur Entsorgung anbieten wird. Rund 293.000 Euro sind von den teilnehmenden Gemeinden in der VG Euerdorf aufzubringen, die nach dem im Jahr 2002 festgelegten Umlageschlüssel nach Einwohnergleichwerten verteilt werden sollen. Der Ramsthaler Anteil liegt bei 60,69 Prozent dieser Kosten.

Schlüssel überprüfen

Klaus Kemmer (Ramsthaler Liste) regt an, diesen Verteilungsschlüssel wieder einmal zu überprüfen, da es hinsichtlich der Strukturen der einzelnen Orte möglicherweise nach dieser langen Zeit zu Veränderungen gekommen sein könnte. Ungeachtet dieses Vorschlages schloss sich der Gemeinderat zum aktuellen Kostenverteilungsschlüssel der Kooperation zur Klärschlammentsorgung an. Aus dem Gremium kam die Frage, welche Bedeutung diese Entscheidung für die zukünftige Lösung der Abwasserreinigung hat. Für die Kläranlage besteht Handlungsbedarf diese den veränderten Bedingungen anzupassen, einen Neubau vorzunehmen oder den Anschluss an eine andere Anlage zu suchen. Ein Anschluss an Anlagen in Bad Kissingen oder Hammelburg scheint inzwischen nicht mehr realisierbar, so dass die Gemeinden innerhalb der VG eine Lösung suchen müssen.

Gebäude der Gemeinde fordern immer finanziellen und personellen Einsatz. Rainer Morper gab einen Überblick über aktuelle und zukünftige Maßnahmen zum Erhalt und Betrieb der Gebäude. Dem stellte der die in der Finanzplanung der nächsten Jahre eingestellten Summen gegenüber. Bei allen Gebäuden spielt die energetische Betrachtung der Gebäude eine wesentliche Rolle. Der Gemeinderat nahm die Infos zur Kenntnis und schlug vor, einen Energieberater zu beauftragen.