Auf dem Friedhof strahlen die gereinigten Kreuzweg-Stationen in neuem Glanz, einige Wege sind durch Bewachsung eventuell zu schmal geworden. Die größte freigestellte Fläche ziert eine japanische Zierkirsche und "Silber-Sommer"-Stauden. Sie käme eventuell als Areal für Urnengräber in Frage. Dazu müsste die Bepflanzung teils weichen, was nach Ansicht von Kreisfachberater Dieter Büttner kein Problem ist, denn die Pflanzen sind herausnehmbar, wenn sie stören.

Noch besser als dieser Platz wäre eine Rasenfläche im oberen Teil des Gottesackers, auf der bislang nur ein kleiner Baum steht. Büttner sah bei einem Ortstermin diese Fläche als ideal für ein Urnenfeld in einem Halbkreis um den Jungbaum an. Der Fachberater fertigt eine Skizze, Martin Keller will zudem Fotos einen ähnlichen Urnenfelds aus einem anderen Ort beitragen.

Ein weiteres Projekt ist der Erlebnisgarten im Ort. Zum Bau Gartens neben dem Skater-Platz will der Bauhof in Kürze mit den Arbeiten beginnen und Wasser- und Stromleitungen legen. Das Wasser wird für den Teich und vor allem zum Gießen für das von heimischen Sträuchern und Stauden umstandenen Gelände gebraucht. Die Hauptwege im Areal sind befahrbar und verfügen über eine wassergebundene Decke. Insektenfreundlich konzipiert, misst die Gesamtfläche etwa 4000 Quadratmeter.

Sinnvoll wäre zudem eine Toilette vor Ort. Die Mehrheit er Gemeinderäte sprach sich bei einem Termin vor Ort für eine mobile Anlage aus, um Vandalismus vorzubeugen. Integriert sind im Gelände auch eine Kräuterwiese, ein Barfuß-Pfad, ein Igel-Habitat, eine Bienenwiese, ein Spielebereich mit Sandkasten, Wippe und Schaukel sowie eine mit Kletterpflanzen dekorierte Holz-Pergola. Für die barrierefreien Eingänge wäre allerdings ein weiteres asphaltiertes Wegstück notwendig.

In der anschließenden Sitzung im "Eulentreff" genehmigte das Ratsgremium vier Bauanträge zur Weiterleitung an das Landratsamt. Dabei handelt es sich um den Abbruch und Neubau eines Dachgeschosses in der Hauptstraße und die Errichtung eines Schaf-Unterstands "An der Trie". Eine Nutzungsänderung einer Scheune zu zwei Garagen und Abstellräumen in der Gräfenbrunner Straße passierte ebenso wie der Wohnhaus-Anbau Sanierung "Am Kiegel".

Aus sechs Vorschlägen des Wettbewerbs "Schlauer Fuchs", der mit 5000 Euro ausgeschrieben ist, sortierte der Rat drei Ideen aus. Über die Vergabe wird noch entschieden. Dies sind eine "Cross Outdoor Fitness-Anlage" zum Preis von 5000 Euro, ein Fitnessschild für den Bürgerpark sowie für Übungen auf dem Natur- und Kulturlehrpfad zum Preis für 900 Euro und ein "Talking Heads"-Daumenkino für gebärdenunterstützende Kommunikation für 300 Euro. Für den Bau von Senioren- und Single-Wohnungen wären die Kosten zu hoch. Den Vorschlag für digitale Liedertexttafeln in der Kirche - was Gesangbuch und Brille entbehrlich machen würde - lehnte der Rat ab. Er wolle kein "Kirchen-Karaoke".

Aus nichtöffentlicher Sitzung informierte Bürgermeister René Gerner, das für die Breitbandversorgung in der "Rommelstraße" der Förderantrag gestellt wurde. Wird er bewilligt, stellt die Gemeinde die Versorgung noch heuer fertig. Inzwischen gehen auch die Arbeiten im Windpark weiter. Laut Planung ist die Inbetriebnahme zum Ende des Jahres vorgesehen.

Der Grenzgang ist für den 25. Juni terminiert. Er startet um 8 Uhr an der Kirche.