In der ersten Sitzung nach der Sommerpause beschloss der Marktgemeinderat Oberthulba nicht nur den Beitritt zur Zentralen Beschaffungsstelle des Landratsamtes Bad Kissingen, sondern möchte sich ab Anfang 2022 als Modellkommune an dem Projekt beteiligen. Bürgermeister Mario Götz wies in diesem Zusammenhang auf die eine oder andere demnächst anstehende größere Ausschreibung hin. Während Daniel Bahn das Angebot für akzeptabel und vorteilhaft hielt, befürchtete Holger Fröhlich dadurch eventuelle zeitliche Verzögerungen bei den Projekten. Geschäftsleiterin Nicole Wehner gab sich optimistisch, dass manches damit schneller und effizienter vonstatten gehe.

Bürgermeister Götz stellte dem Gremium die Auswertung des Elternfragebogens zum Betreuungsangebot im Markt Oberthulba vor. Er bedankte sich bei allen Teilnehmenden und zeigte sich mit der Rücklaufquote durchaus zufrieden. Von den 623 versandten Bögen seien 155 zurückgekommen und hätten ausgewertet werden können. Davon wiederum hätten 98 einen Betreuungsplatz im Kindergarten, in der Krippe, in der Offenen Ganztagsschule oder in einem Hort.

Dieser Betreuungsplatz entspreche in Bezug auf die Betreuungsform zu rund 94 Prozent den Bedürfnissen. Flexiblere Zeiten und zusätzliche Aktivitäten seien bei den Elternwünschen vermehrt aufgetaucht. Götz sah es für wichtig an, die offene Ganztagsbetreuung in den Fokus zu stellen und zu bewerben und parallel dazu an einer Hort-Lösung zu arbeiten.

Umfeld und Räumlichkeiten seien natürlich im Schulgebäude ideal. Bisher aber seien von der Regierung unterschiedliche Orte angedacht, da der Hort der Betreuung und die Schule der Bildung diene. Zur Sprache kam noch das Thema Betreuung durch eigenes Personal oder Auslagerung. "Wollen wir für die Kinder und die Eltern da sein oder für das Personal", fragte Daniel Bahn. Die Auswertung des Fragebogens soll zeitnah veröffentlicht werden. Zudem sind für nächstes Jahr Infoveranstaltungen zu diesem Thema geplant.

Seit sieben Jahren gibt es die Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) "Allianz Kissinger Bogen e.V". Nun sei es an der Zeit, die Arbeit auf den Prüfstand zu stellen. Betrachtet würden Organisation, Prozesse, und Strukturen. Die Bürgermeister und Geschäftsleiter der Mitgliedsgemeinden hätten ein Auftaktseminar besucht, bei dem Ziele, Projekte, Raumzuschnitt und Organisationsstrukturen diskutiert und beurteilt wurden. Als wichtigste Erkenntnis solle in Zukunft die Öffentlichkeitsarbeit übergeordnet über alle Handlungsfelder stehen.

Die Erklärung von Nüdlingen wurde übernommen: "Wir werden nach erfolgreichen sieben Jahren der Kooperation auch weiterhin zusammenarbeiten, um unsere Kommunen im Verbund zukunftsfähig und zielgerichtet weiterzuentwickeln. Die im Evaluierungsseminar erarbeiteten Themen und Handlungsfelder sollen die Grundlage für die Allianz Kissinger Bogen und deren Bürgerinnen und Bürgern bilden." Die Online-Befragung geht noch bis Ende September, der Evaluierungsbericht soll am 10. November in einer Lenkungsgruppen-Sitzung beschlossen und unterschrieben werden.