Der Generationenplatz soll umgestaltet, aufgewertet und belebt werden, war die einhellige Meinung des Gemeinderates. Andreas Günder stellte hierzu ein Konzept mit durchaus engem Zeitrahmen vor. Im Mittelpunkt soll ein Minispielfeld mit den Maßen 20 auf 13 Meter stehen. Es soll Kunstrasen aufweisen und mit Netzen, seitlich und oben, versehen sein. Dazu sollen die bestehenden Geräte versetzt und auch weitere Garnituren zum Verweilen aufgestellt werden. Die Materialbestellung sei für Dezember, die Einweihungsfeier für Mai nächsten Jahres geplant. Der Kostenrahmen liegt bei rund 85.000 Euro, wobei das Minispielfeld mit rund 50.000 Euro den Löwenanteil verschlingt. Roland Kühnlein wollte die Anwohner dazu gehört wissen, die anstehende Bürgerversammlung sei hierfür ein gutes Gremium, so Bürgermeister Rainer Morper.

"Unsere Erde braucht viele schützende Hände - groß und klein", umschreibt Künstler Klaus Schneider eine Eichenskulptur. Geschaffen hat er das Kunstwerk während der Ramsthaler Kunstwoche. "Für mich spiegelt die Skulptur ein aktuelles Thema unserer Zeit wider", so Morper, und er schlug vor, dass die Gemeinde es erstehen sollte. Man könne damit zeigen, dass Ramsthal hinter der Aktion stehe. Bei einer Gegenstimme sprach man sich für den Kauf zum Preis von 2400 Euro aus.

Tourismus-Projekte

Radkarte, Selbstversorger-Automat und ein E-Bike-Projekt: Die Tourismusmanagerin von Frankens Saalestück, Sophia Papadopoulos, stellte die laufenden Projekte in der jüngsten Gemeinderatsitzung vor. Der Zweckverband sei in diesem Jahr gegründet worden, und sie selbst sei seit April dabei. Mit Rhön und Fränkischem Weinland ging sie auf die touristischen Strukturen und auf die neun neu geschaffenen Traumplätze ein, drei seien in Bad Kissingen noch in Planung. Für das nächste Jahr sei ein Gästemagazin geplant, bei dem Produkte und Personen im Fokus stehen.

Die Bürgermeisterrunde und ein Fachbeirat träfen letztendlich die Entscheidungen, so Papadopoulos. Sie erfuhr in der Sitzung auch, dass es innerhalb des Ramsthaler Gemeinderates einen Tourismusausschuss gibt. Eine Liste der Leistungsträger der Gemeinde soll erstellt werden und ihr ebenfalls zugehen.

Der Vorsitzende des Vereins Haus Erlebenskunst, Bernhard Gößmann-Schmitt, stellte bei manchen Themen ein schleichendes Desinteresse fest. So seien auch die neuen Landschaftsbilderrahmen für ihn nicht erste Wahl, er wollte gar nicht wissen, was die Edelstahlausführung gekostet habe.

Bebauungsplan "Südlicher Ortsrand"

Auf der Tagesordnung der Sitzung stand auch der Aufstellungsbeschluss zur Erweiterung des Bebauungsplans "Südlicher Ortsrand". Da die Planänderung im beschleunigten Verfahren erfolgen soll, müsse der Satzungsbeschluss noch in diesem Jahr gefasst werden, informierte Bürgermeister Rainer Morper. Dem bestehenden Wohnhaus, Hauptstraße 95, sollen dabei Erweiterungsmöglichkeiten eingeräumt werden. Es werden außerdem Wohnbauflächen in Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft umgewandelt und bestehende Weinbergsflächen neu dargestellt. Ziel ist die ergänzende ausschließliche Wohnbebauung am Ende einer Stichstraße, aufgrund des geringen zusätzlichen Erschließungsaufwands könne bedarfsweise kurzfristig Wohnbauland zur Verfügung stehen, es erfolge ein "Lückenschluss" bestehender Bebauung. Man verbaue sich damit einen Zugang zur Sonnenterrasse von Ramsthal, führte Roland Herterich an. Die gleiche Diskussion sei schon vor einem Jahr geführt worden, wollte sie Martin Thürmer beendet wissen. Bei zwei Gegenstimmen billigte das Gremium den vorgestellten Entwurf und beauftragte die Verwaltung mit der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange.

Höhere Beiträge für Kinderhaus

Der Rat beschloss eine moderate Beitragserhöhung für das Kinderhaus Kunterbunt Ramsthal in Höhe von monatlich fünf Euro für Kinder über drei Jahren und zehn Euro für Kinder unter drei. Auch mit den neuen Beiträgen sei man noch außerordentlich günstig, so Thürmer. Aufgrund der Inflation und der allgemeinen Teuerung trete die Erhöhung erst zum März nächsten Jahres in Kraft. Auf Ablehnung traf die Klimaschutzkoordination des Landkreises Bad Kissingen. "Zu allen hier aufgeführten Punkten finden wir Fachleute, die uns beraten können, wenn Projekte anstehen", unterstrich Roland Herterich seine Meinung. Zum Thema virtuelles Gemeindewerk bekundete das Gremium dagegen Interesse und bat den Bürgermeister, eine Online-Vorstellung zu organisieren.

Der Rat sprach sich für den Weinberg-Lauf am 15. Oktober aus und genehmigte dem SV die Nutzung von Straßen und Feldwegen. Nichts einzuwenden hatte man auch gegen den Bau einer Lagerhalle mit den Maßen 33 auf 10 Meter.