"Mit Pflege Leben wie ich will" - unter diesem Gesichtspunkt wollen Robert Auer, Geschäftsführer der Domizilium Unternehmensgruppe, und Richard Wolffram, Viertel4, ihr Konzept für ein Seniorenheim in Hammelburg umsetzen. Auer betonte, dass bei Domizilium das Planen, Bauen und Investieren in einer Hand lägen, sie schon über 800 Wohnungen gebaut und über 300 Millionen Euro investiert hätten. "Bei der Zahl der Vermietungen zeigt sich, dass wir mit unserem Konzept den Nerv der Zeit getroffen haben", sagte Auer. Im Jahr 2030 werde es in Deutschland rund 15,5 Millionen Menschen geben, die über 70 Jahre alt seien, und 2040 schon rund 19 Millionen und damit rund jeder Vierte in Deutschland. Auer zeigte 3D-Impressionen von dem in Hammelburg geplanten Objekt. Als möglicher Betreiber trat Richard Wolffram von der Firma Viertel4 auf. "Wir lösen das Pflegeheim durch unser Modell ab", äußerte er. Während es im Pflegeheim ein Zimmer und einen Tagesraum gebe, sei es bei Viertel4 die kleine Wohnung und die Tagespflege.

Ohne Personalwohnungen

Das für Hammelburg geplante Objekt bietet 88 Plätze, davon 72 Einzelzimmer und acht Doppelzimmer. Zusätzlich einen ambulanten Pflegedienst, eine Großküche und einen mobilen Menüdienst. Auf Nachfrage erklärte er, dass es auf dem Grundstück keine Wohnmöglichkeiten für Mitarbeiter gebe, man aber nach Perspektiven für Personalwohnungen suche.

Wie realistisch das Objekt sei und ob sich ein "normaler" Bürger das leisten könne, wollte Reimar Glückler (CBB) in der Stadtratssitzung wissen. Wenn alles passend verlaufe, wolle man die Pläne in rund drei Monaten zur Vorlage fertig haben und im nächsten Frühjahr mit dem Bauen beginnen, das Grundstück habe man schon erworben, sagte Auer. Die Preise gestalteten sich ähnlich der jetzigen Situation und seien nicht überteuert. Auch habe man die Erfahrung gemacht, dass Pflegekräfte, die zwischenzeitlich aufgehört hätten, teilweise wieder in das neue System zurückkehrten.

Auf Nachfrage von Elisabeth Assmann (Grüne) gab er an, dass die passende Energieform für die Gebäude noch abgestimmt werden müssten. Der Stadtrat habe letztendlich nur über die baurechtliche Seite zu entscheiden, stellte Alexander Stolz abschließend fest.

De Stadtrat hat sich in Sachen Brunnengestaltung in der Bahnhofstraße entschieden. Überzeugt hat mit 15:3 Stimmen der Entwurf von Architekt Matthias Braun aus Würzburg. Dass es hierzu Diskussionen geben würde, sei von vorneherein klar gewesen, sagte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU).

Stadtbaumeister Detlef Mohr hob die Gewichtung zwischen den einzelnen Wettbewerbsarbeiten hervor, die Arbeit des Siegers habe mit 212 von 270 möglichen Punkten mit Abstand Platz eins erreicht. Der Künstler habe mit seiner Arbeit eine sehr einfache und moderne Formensprache gewählt. Er stellt in einer Art Ring den Kreislauf des Wassers dar. Die Wasserversorgung erfolgt im Umlaufverfahren mit Trinkwassernachspeisung zur Ergänzung des Wasserverlustes. Die gestalterische Qualität, die praktische Umsetzung und was gut zur Stadt Hammelburg passe, seien die Bewertungskriterien gewesen und es sei doch kritisch diskutiert worden.

Rallye nicht am Lagerberg

Für die Rallye Fränkisches Weinland (Ausrichter AMSC Hammelburg) verweigerte der Stadtrat die Nutzung "Rundkurs Lagerberg" für dieses Jahr auf Grundlage eines Beschlusses aus dem Jahr 2019. Dieser forderte eine mehrjährige Pause, die jedoch nur 2021 eingehalten worden sei.

"Ich fühle mich schon wie bei Dinner for One und stelle die Rallye - wie ein Großteil der Leute in Pfaffenhausen - mittlerweile infrage", sagte Detlef Heim. Der Motorsport sollte auf professionelle Strecken umsteigen. Die Ablehnung erfolgte mit 15:3 Stimmen.