In Obererthal wurde ein neuer Ortsprecher gesucht: Maria Pfaff trat von diesem Amt mit der Begründung zurück, dass sie in die Kernstadt umgezogen sei , sich in der Ausbildung befinde und auch noch als Stadträtin die Junge Liste vertrete.

Bürgermeister Armin Warmuth erachtete einen Ortssprecher als wichtig für den Stadtteil, aber auch als direkte Kontaktperson. Unter seiner Wahlleitung begann zunächst eine Kandidatensuche, denn im Stadtteil wurde im Vorfeld kein Ortssprecher "ausgeguckt". Von den drei Vorgeschlagenen - Michael Schneider, Armin Wahler und Detlef Fuchs - lehnten zwei ab, die jedoch dem zukünftigen Ortssprecher ihre Unterstützung zusagten. Es blieb Michael Schneider, der jedoch gleich die Frage an seine Mitbürger stellte: "Was stellt ihr euch unter einem Ortssprecher vor?"

Dem 43-jährigen Forstfachwirt war klar, dass Anstehendes möglichst schnell erledigt werden sollte. Er warf mit Blick auf die Vorgänger Albert Trost und Hans Schönau, die beide das Amt im Ruhestand versahen, seine berufliche Tätigkeit in die Waagschale: " Ich kann nicht jede Arbeit vom Gräben ausputzen bis zum Heckenschneiden übernehmen. Und ich kann auch nicht bei der Ausweisung von Bauplätzen weiterhelfen. Also dreht eure Erwartungen weit herunter. Wenn das der Fall ist, bin ich dabei".

Im schriftlichen Wahlverfahren gaben 90 Wahlberechtigte ihre Stimme ab, 80 Voten waren gültig und stimmten für Schneider, der das Amt annahm. Er wünscht sich einen sachlichen Umgang. "Ich bin nicht immer da, will aber für meine Mitbürger präsent und für den Bürgermeister Kontaktperson sein. Für diese Worte gab es Applaus und den Dank Warmuths, der sich "auf die Zusammenarbeit freute".

Am Feuerwehrhaus tut sich was

Der Rathausobere gab anschließend in der Bürgerversammlung die aktuellen Zahlen für den Stadtteil bekannt. Demnach fällt die Einwohnerzahl Obererthals seit 2014 kontinuierlich ab. Sie sank im Berichtzeitraum von 411 auf 365 Personen. Der Altersschwerpunkt liegt zwischen 50 und 69 Jahren. Am neuen Feuerwehrhaus, noch im Rohbau, "tut sich was" und die Groß-Spielgeräte am Kinderspielplatz stehen bereit. Die Fertigstellung des Spielplatzes ist bis Ende des Monats geplant.

Die Bushaltestelle wird abgebrochen. Hier entsteht ein neuer Wartebereich, ein Glasmodell, dessen Umfeld ebenfalls gestaltet wird. Der circa 1,7 Kilometer lange Wirtschaftsweg wird saniert. Ein Drittel der Kosten übernimmt die Jagdgenossenschaft. Am Friedhof ist eine barrierefreier Zugang geplant.

Ein Zankapfel bleibt vorerst die Ausweisung eines neuen Baugebiets. Die Vergabe von drei Bauplätzen plant die Stadt bis zum Herbst, so Stadtbaumeister Detlef Mohr. In diesem Zusammenhang wies Warmuth auf die innerörtlichen Baulücken hin, es seien rund ein Dutzend. Neubau und innerörtliche Sanierungen sollten sich nach seiner Meinung die Waage halten. Für die Innenortsanierung bot der Bürgermeister Unterstützung an, zum Beispiel bei Abbruch und Entsorgung.

Für Samstag, den 14. Mai, ist seit langer Zeit wieder ein Grenzgang terminiert.