Das alte Rathausgebäude ist an einigen Stellen renovierungsbedürftig. Dort tagte jetzt der Gemeinderat unter der Leitung von Bürgermeister Florian Atzmüller mit seiner ersten Zusammenkunft für 2021 im Sitzungssaal.

Am Dach (Dämmung und Neueindeckung) dieses Gebäudes und an den Fenstern (Austausch) sind Sanierungsmaßnahmen fällig. Außerdem sei ein Umbau geplant, führte der beauftragte Architekt Thomas Ruser aus.

Der Kostenvoranschlag für den ersten Bauabschnitt (inklusive Treppenhaus und Außensanierung) liege bei rund 200 000 Euro.Weitere Bauabschnitte sind für die Sanierung der Kellerräume sowie für die Modernisierung und Umgestaltung der Innenräume im alten Rathaus geplant. Die Räte gaben jetzt grünes Licht für das Vorhaben zum ersten Abschnitt.

In die nächste Runde geht die Vorplanung des Neubaugebietes Häg II von Wartmannsroth. Nach der Vorstellung der vom beauftragten Büro Alka zugesandten Ausführungsplanung durch Bürgermeister Atzmüller stimmten die Räte den Vorschlägen einhellig zu. Es ging hierbei vor allem um die Gestaltung des Kanalsystems für Regen- und Mischwasser, aber auch um die passenden Straßenbreiten.

Die seit rund zehn Jahren unvollendete Planung der Schwärzelbacher Oberflächenwasserableitung für das Baugebiet Urles stand ebenfalls auf der Tagesordnung dieser Gemeinderatssitzung. Details dieses Projekts stellte Atzmüller vom Planungsbüro Alka vor. Das zwischenzeitlich beauftragte Büro "Bautechnik Kirchner" hatte Ende 2019 wegen der vorhandenen Kapazitätsgrenzen (kein Erwerb von geeigneten Grundstücken mehr möglich) seine Planung aufgegeben. Über eines waren sich die Räte allerdings im Klaren: Spätestens beim nächsten Hochwasser muss eine Lösung her. So sollen Bürgermeister und Verwaltung jetzt in die nächste Gesprächsrunde mit Grundstücksverhandlungen gehen. Fachplaner und Fördermöglichkeiten sollen dabei hilfreich zur Seite stehen.

Spenden trotz Pandemie

Gekennzeichnet von wirtschaftlichen Verlusten war das vergangene Jahr. Das Corona-Virus hatte seine Spuren auch in Wartmannsroth hinterlassen. So freute sich Bürgermeister Atzmüller, dass trotzdem einige Spenden eingegangen waren. Vom Kelterfest in Windheim sowie von Werner Ziegert flossen der Gemeindekasse im vergangenen Jahr 3400 und 200 Euro zu. Sachspenden und gespendete Eigenleistungen gab es von Ägid Troll (Insektenhotel und Weihnachtssterne), vom CSU-Ortsverband Wartmannsroth (15 Gießkannen für die Friedhöfe), von Richard Kühnlein (Gießkannenhalterungen und Arbeitsleistung am Rasenbrunnen in Dittlofsroda), vom Obst- und Gartenbauverein Wartmannsroth (Spielbox für die Kinder), von Ottmar Zeller (Wasserinstallationsarbeiten für die Feuerwehr Völkersleier) und von der Rhöntanne G.b.R. (Weihnachtstannen für die Gemeinde).

Nein zu Korridornetzentwourf

"Wichtig ist es, innerhalb unserer Gemeinde das Bewusstsein zu schaffen", betonte Atzmüller die Ablehnung des Korridornetzentwurfs, den der Stromversorger Tennet mit der Trasse P43 (Fulda-Main-Leitung) zum Teil über das Gemeindegebiet Wartmannsroth planen will.

Atzmüller bestätigte eine Gutschrift der Staatskasse über rund 590 000 Euro wegen des pandemiebedingten Ausfalls von Gewerbesteuereinnahmen. Ferner informierte er über das neue Baurecht, das ab Februar neue Abstandsflächen vorsieht.