Die Verbundenheit der Hammelburger zur schwangeren Madonna an der Saalebrücke ist groß. Das zeigt sich auch daran, dass der Abbau einer Laterne dort Passanten sofort auffiel. "Da steht jetzt nur noch eine Friedhofslaterne", wies eine Hammelburgerin auf die Veränderung hin. "Das ist lediglich ein Provisorium", beschwichtigt Bürgermeister Armin Warmuth auf Nachfrage. Die bisherige Laterne sei auch nicht gestohlen worden, sondern soll durch eine kleinere ersetzt werden.

"Bereits bei der Einweihung unseres kleinen Vogels vor der Madonna kam das Gespräch auf, woher eigentlich die etwas überdimensionierte Laterne kam, da sie ja den halben Sockel verdeckt hat", berichtet Stadtpfarrer Thomas Eschenbacher. Alle Beteiligten seien sich einig gewesen, dass die bisherige Laterne an der Stelle nicht passt. Sie habe bereits Rost angesetzt. Der Bauhof der Stadt montierte also die alte Laterne ab. Zudem soll die Inschrift im Sockel erneuert werden. Der lateinische Text weist die Statue als seltene Darstellung einer schwangeren Marienfigur aus. Danach werde die neue, kleinere Laterne montiert. "Es gibt ein ordentliches Bild", versichert Bürgermeister Armin Warmuth.