Die Gemeinde Aura bemüht sich seit Jahren um ein zeitgemäßes Ortsbild, ob Dorferneuerung, die Erschließung von Neubaugebieten oder das Natur-Schwimmbad. Ein Vorschlag des Bürgermeister stieß jedoch auf geteilte Meinungen im Ratsgremium: Die hölzernen, vielleicht etwas altbackenen aber charmanten Begrüßungstafeln sollen durch moderne Ortsschild er ersetzt werden. Zwei der bepflanzten Grußtafeln - an der Einfahrt aus Richtung Euerdorf und an der "Schrenk" - wurden im Zuge der Straßenerneuerungen bereits eingelegt. Die letzte, etwas versteckt in der Elfershausener Straße, steht noch, ist aber marode. "Die Begrüßungstafeln sind 30 Jahre alt, haben unter dem Wetter gelitten und sind teils morsch", argumentierte Bürgermeister Hack für den Entwurf einer schwungvoll gestalteten Edelstahlausführung, die die Embleme und Schriftzüge der bisherigen Tafeln enthalten. Zum Wappen kommt die Silhouette der Klosterkirche mit dem Zusatz "seit 1108" und das "Herzlich willkommen in Aura an der Saale". Das Ganze steht auf zwei Metallrohren.

"Wollen wir das oder nicht?"

"Das finde ich schrecklich", entfuhr es Manuel Kolb und auch Jutta Hofmann konnte sich nicht gerade flammend für das Novum begeistern. Silvia Dörfler fand "Holz einfach wärmer" und Carsten Hack empfahl einen Vorschlag des heimischen Künstlers, Holger Wörner, einzuholen. Dies ist bereits geschehen, Wörner lehnte jedoch ab. Für den Rathausoberen ergab sich daraus die grundsätzliche Frage. "Wollen wir das oder nicht?" Ideen und Vorschläge können die Räte bis zur nächsten Sitzung einbringen.

Personal dringend gesucht

Im Auraer Naturbad läuft es personell nicht rund. Von den bisherigen Aufsichts- und Servicepersonen ist nur noch eine Kraft verfügbar, zu wenig um den geordneten Betrieb aufrecht zu erhalten. Die Gemeinde sucht deshalb Hilfskräfte zum üblichen Honorar, die die Kasse, die Abrechnung, die Aufsicht und den Telefondienst übernehmen, der in Corona-Zeiten speziell wegen der Anmeldungen erforderlich ist. "Es ist natürlich ein Schönwetterbetrieb", so Hack. Anmeldungen für den Job nimmt die Gemeinde entgegen.

Auch Aura klinkt sich in das Ratsinformationssystem (RIS) ein, dessen Etablierung in der Verwaltungsgemeinschaftssitzung beschlossen wurde. Dabei handelt es sich um ein aktives, internes Kommunikationsnetz für Gemeinderäte. Die Installation sollte bis Ende März fertiggestellt sein. Der Start ist bis etwa Anfang Juli geplant. Der Rat stimmte einmütig zu. Zur Neufassung der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung öffentlicher Straßen und Sicherung der Gehbahnen im Winter gab es seitens des Gremiums keine Einwände.

Unterhalt des Friedhofs nicht kostendeckend

Die Staatliche Rechnungsstelle bescheinigte der Gemeinde nach der überörtlichen Rechnungsprüfung von 2013 bis 2019 eine ordnungsgemäße Kassenführung und "günstige, finanzielle Bewegungsfreiheit". Mängel will der Gemeinderat künftig beachten. Dazu gehörten die Unterhaltungskosten des Friedhofs, die nicht kostendeckend sind.

Bauanträge genehmigt

Drei Bauanträge - zwei davon im Freistellungsverfahren - passierten einstimmig den Rat. Dabei handelt es sich um den Neubau eines Einfamilien-Hauses mit Garage sowie ein weiteres mit Garage und Carport und ein Wohnhaus mit Nebengebäude. Alle Bauvorhaben liegen im Straßenzug "Klosterblick" im neuen Baugebiet "Am Hahn III".

Mit der Fällung der Linde am Trimberger Weg ging die Einlegung einiger straßenbegleitender Bäume einher, informierte Bürgermeister Thomas Hack. Die Kosten der gesamten Aktion belaufen sich auf rund 4500 Euro.

Der von Anwohnern beobachtete, erhöhte Lkw-Verkehr durch Aura ist der Brückenbaustelle bei Oberthulba geschuldet. Zwar ist die Route über Aura keine offizielle Umgehungsstrecke, wird aber als "Abkürzung" genutzt. Mit Beendigung des Brückenbaus sollte sich der Lastverkehr wieder im normalen Rahmen bewegen.