Fuchsstadt, wo die Maibaum-Aufstellung normalerweise mit einem Frühlingsfest gefeiert wird, musste wie vielerorts aus Pandemiegründen die Feier kassieren. Doch die Kinder wollte die Gemeinde nicht enttäuschen. Für sie gab es den Maibaum zu Mitnehmen, sozusagen den "Maibaum to go". Und das erwies sich als eine gute Sache.

Bürgermeister René Gerners Befürchtung im Vorfeld - "Hoffentlich stehe ich nicht alleine da" - war absolut unbegründet. Als er mit Sohn Tommy und einem Packwagen ankam, wartete bereits eine Schar von Kindern, Teens, Eltern und Großeltern auf die versprochene Maibaum-Überraschung. Ein Brezel, ein "Wienerle" und eine Handvoll Kaubonbons fanden sich in der extra als Maibaum to go ausgedruckten Tüte. Ein Trostpflaster für die Jüngsten des sonst so feierfreudigen Fuchsstadts.

Gerner und Sohn verteilten die Tüten an den Nachwuchs, der sich brav anstellte. Und so fanden die 100 Tüten in kürzester Zeit ihre Abnehmer. Sie reichten nicht aus, und der Bürgermeister musste seinen Junior losschicken, um Nachschub zu holen, dem leider die Würstchen fehlten. Sie waren vergriffen.

Doch das tat der Freude keinen Abbruch, denn die Kinder und Jugendlichen waren offenbar froh, sich wenigstens wieder einmal sehen zu können und Roller zu fahren. Der vor kurzem fertiggestellte, von vier neuen Bäumen gesäumte Pausenhof der Johannes-Petri-Schule bot dazu beste Gelegenheit.

Der gut 20 Meter hohe Maibaum, eine Fichte aus dem "Pfützental", erhielt seinen Standort am nordöstlichen Ende des Pausenhofs. Bereits am Mittwoch geschlagen und danach geschält wurde er mit dem Autokran der Firma Gerner am Freitagmittag aufgestellt. Die Gemeinde bat wegen der Pandemie darum, dass niemand sich dazugesellt. . Den Maienkranz, der den Baum auf halber Höhe schmückt, flochten Hanni Schmidtner, Anita und Trudi Schaupp sowie Elvira Knüttel.