Die Straßenkreuzung an der Kreisstraße 37 zwischen Langendorf und Elfershausen soll möglichst umgehend entschärft werden. Ein schwerer Verkehrsunfall, der sich jüngster Zeit ereignete, wies erneut auf die Dringlichkeit des Problems hin - zumal der Unfall nicht der erste in diesem Bereich war.

Aufgrund schlecht einsehbarer Sichtverhältnisse und häufig zu schnellen Fahrens kommt es im Kreuzungsbereich immer wieder zu Unfällen und gefährlichen Situationen. Die Gemeinderat richtet sich nun mit einer Petition - gestützt durch einen einmütigen Ratsbeschluss - an den Landrat und die Verkehrsbehörde, um die bereits mehrfach von Bürgern beantragte Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 km/h zu fordern.

In der äußeren August Ullrich-Straße ist wegen Bauarbeiten bereits ein Limit eingeführt. So wurden Verkehrszeichen mit Begrenzung auf 50 km/h und eine Ortsschildverlegung veranlasst, um Karambolagen zu vermeiden, berichtete Jürgen Englert. Im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr monierte Alfons Hausmann "klappernde Kanaldeckel" in den erneuerten Langendorfer Straßenzügen.

Hochwasserschutzkonzept

Detaillierte Informationen zum Hochwasserschutzkonzept hielt Peter Ruck vom Büro Werner bereit. Fünf Einzelschutzmaßnahmen sind geplant. Zwei Rückhaltebecken entstehen nahe der Autobahn, wobei die Autobahnbehörde für die Abwasserreinigung sorgen muss. Am oberen Deisselbach Deisselbach ist ein Staudamm mit einem Fassungsvermögen von 24 000 Kubikmeter geplant. Weiterhin ist eine Verrohrung durch die Auraer Straße Teil des Konzepts.

Das fünfte Teilprojekt wäre ein Rückhaltebecken oberhalb des Ortes in der Nähe des "Hünenwegs" in der bestehenden Lehmgrube. Um das Fassungsvermögen von 8000 Kubikmeter zu erreichen, bedarf es allerdings Umbauarbeiten, wie die Raumvergrößerung durch einen Damm und einem Graben, der im Überlaufs-Fall die unterliegende Bebauung schützt. Die Ableitung erfolgt durch eine Leitung in den Kanal an der Auraer Straße. Die Kosten für das Projekt (ohne Planungskosten) dotierte Ruck auf 1,33 Millionen Euro brutto

Über die Örtliche Rechnungsprüfung durch den Rechnungsprüfungs-Ausschuss informierte Vorsitzender Felix Geisel.

Die bisher nicht durch Beschluss genehmigten über- und außerplanmäßigen Ausgaben für das Haushaltsjahr 2020 billigte der Rat einstimmig. Nach Feststellung der Jahresrechnung gab es auch keine Einwände gegen die Entlastung.

Die Bilanz für die Wasserversorgung und die Photovoltaik-Anlage erstellt der Kommunale Prüfungsverband. Im Ergebnis beläuft sich die Bilanz in Aktiva und Passiva auf ca. 4,85 Millionen Euro, der Jahres-Verlust beträgt rund 148 000 Euro. Auch hier stimmte das Ratsgremium einmütig zu.

Eine Änderung des Bebauungsplans "Am Kehrweg II" in Machtilshausen wies der Rat ab, denn diese kann nur dann erfolgen, wenn die Bewerber die Kosten dafür übernehmen. "Durch die Änderung entstehen Kosten, die nicht von der Gemeinde zu tragen sind", begründete Elmar Zier. Auch Hausmann plädierte dafür, den Bebauungsplan beim derzeitigen Status zu belassen. Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Bürgermeister Johannes Krumm folgende gefasste Beschlüsse bekannt.

Für den Neubau des Kindergartens Elfershausen wurden die Aufträge für die Außenanlage und die Schlosser- und Metallarbeiten vergeben. Den Nachträgen für die Gewerke, Dachdecker-, Rohbau- und Schreinerarbeiten stimmte der Marktgemeinderat zu.

Für die Reparatur der Türkloben am seitlichen Eingang der Langendorfer Kirche wand der Markt etwa 1400 Euro auf. Der Bezirk Unterfranken beteiligte sich daran mit einem Förderbetrag.