Der Dettelbacher Wallfahrtsverein informierte die Gemeinde, dass er die Kapelle auf dem Marienberg außen streichen möchte. Aus der Sitzung wurde gefordert, endlich den Ersatz der Bestuhlung in der Sporthalle zu klären. Der Bürgermeister soll hierzu in der nächsten Sitzung Angebote vorlegen.

Was tun bei Starkregen?

Die Hanglage der Weinberge und der enge Talkessel bergen möglicherweise ein erhöhtes Risiko bei Starkregensituationen. Bereits in der Vergangenheit kam es zu überschwemmten Kellern im Dorf, weil der Kanal die Wassermassen nicht fassen konnte. Das Bayerische Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz reagiert auf die seit 2016 häufiger auftretenden Starkregenereignisse mit Überflutungen in Bayern. Die Gemeinden sollen Vorsorge für solche Ereignisse treffen und dafür ein "integrales Konzept zum Sturzflutmanagement" erstellen lassen. Entsprechende Konzepte sollen von Fachunternehmen entwickelt werden und das Risiko reduzieren. Die Maßnahme wird mit Mitteln des Freistaates Bayern gefördert. Der Gemeinderat entscheidet sich dafür, Interesse an der Erstellung eines solchen Konzeptes auf Ebene der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf zu zeigen.

Die Nutzung der "terroir f"-Punktes für gastronomische Zwecke auf privatwirtschaftlicher und Vereinsebene beschäftigte den Gemeinderat einmal mehr. Da die sanitäre Situation bei Veranstaltungen bislang nicht optimal gelöst werden konnte, regte Edwin Metzler an, einen Wasser- und Kanalanschluss unterhalb der Bruchsteinmauer zu schaffen, an der ein Toilettenwagen angeschlossen werden könnte. Markus Lomb (CSU-Wählergruppe) hält diese Lösung für wenig sinnvoll. Er spricht sich für einen Anschluss auf Höhe des Platzes aus oder für die Beibehaltung der jetzigen Lösung. Stefan Sixt (CSU-Wählergruppe) sieht in der vorgeschlagenen Lösung Probleme beim Wasserdruck. Nach kurzer Diskussion lehnt der Gemeinderat den Vorschlag von Metzler ab.

Eine weitere Anregung Metzlers befasst sich mit Lagermöglichkeiten für Bänke und Tische, die bei Veranstaltungen am Punkt genutzt werden. Der erforderliche Transport für die Veranstaltungen ist recht aufwendig. Metzler schlägt einen verdeckten Anbau auf der Rückseite des Pavillons vor, in dem solche Ausstattungen untergebracht werden könnten. Roland Kühnlein (ABB/Interessengemeinschaft) fragt nach der Finanzierung dieser Maßnahme. Die Frage bleibt unbeantwortet. Daniel Lohfink und Klaus Kemmer (beide Ramsthaler Liste) stehen dem Plan positiv gegenüber. Lohfink meint: "Wir wollen, dass sich da oben was bewegt". Alfred Gündling (CSU-Wählergruppe) merkt an: "Das ist ein ,terroir f-Punkt' und keine Holzhüttenwerkstatt", womit er wohl den Anbau meint. Lohfink meint, dass die Gemeinde einen Anhänger für die Festausstattung kaufen solle, wenn der Anbau abgelehnt werden wird. Markus Lomb merkt an, dass es nicht die Aufgabe der Gemeinde sei, den Vereinen und Ausschankbetreibern die für Veranstaltungen erforderliche Ausstattung zur Verfügung zu stellen. Der Gemeinderat lehnt anschließend den Vorschlag des Anbaues ab.

Kindergarten gut ausgelastet

Bürgermeister Rainer Morper (ABB/Interessengemeinschaft) informiert über die erwarteten Belegungszahlen im gemeindlichen Kindergarten und die geplanten Zugänge im kommenden Jahr. Zum 1.Juni wird folgende Belegung erwartet: 26 Regelkinder, ein Migrationskind, acht U3-Kinder, das sind 35 Kinder/43,3 rechnerische Plätze. Der Anstellungsschlüssel beträgt 9,89 (Verhältnis Arbeitsstunde des pädagogischen Personals zur Anzahl der gewichteten Betreuungsstunden). Im Sommer kommen sechs bis acht Kinder in die Schule und dafür kommen elf U3-Kinder bis Juli 2023 nach. Der Kindergarten ist gut ausgelastet.

Die Gemeinde hat eine zweite Umfrage unter den Kindergarteneltern in Auftrag gegeben. Der Bürgermeister informierte nun, dass bei der ersten Umfrage festgestellte Defizite angegangen wurden, was sich auch in der besseren Bewertung in der neuen Umfrage darstellt. Negativste Punkte der aktuellen Befragung sind die Ausstattung des Kindergartens und die Gebäudevoraussetzungen.

Werbung in der Turnhalle

Eine Anfrage des Sportvereins, ob in der Turnhalle Werbeflächen für Firmen ermöglicht werden können, stimmt der prinzipiell Gemeinderat zu. Es sollen jedoch Details vorgelegt werden.

Alfred Gündling informierte als BRK-Bereitschaftsleiter über den Erfolg der Covid-Tests im Rathaus. Bei bislang 21 Terminen seien über 800 Tests durchgeführt wurden. Die Tests werden weiter fortgesetzt. Gündling dankte der Gemeinde für die Bereitstellung der Räume. Die Reparatur beziehungsweise der Ersatz einen Zaunteils an der Sportanlage hatte den Gemeinderat bereits beschäftigt. Klaus Kemmer schlägt vor, die Maßnahme weitestgehend in Eigenleistung des Vereins in Zusammenarbeit mit der Gemeinde abzuwickeln. Er will entsprechende Kontakte suchen.

Für den Spielplatz am Singberg schlägt Markus Lomb die Anbringung eines Sonnensegels am Sandkasten vor. Man will sich vor Ort ein Bild über die Möglichkeiten machen und dann eine Entscheidung treffen.

Den Tekturantrag eines Bauherrn auf einem Gewerbegrundstück am Reichlersweg zur Errichtung einer Garage für Baumaschinen, Anbau an der Halle, Ergänzung der Einfriedung und des Geländes, sowie eines Webepolygons stellte der Gemeinderat zurück. Das Gremium sieht hier noch Klärungsbedarf mit dem Landratsamt.

Der Bayerische Gemeindetag sieht Probleme im Entwurf der Fortschreibung des Landesentwicklungsplans. Die Umsetzung des Entwurfes hat deutliche Auswirkungen auf die Regionalpläne. Der Gemeindetag kritisiert eine Stärkung des urbanen Raumes auf Kosten der ländlichen Region. Auch der Regionalplan Main-Rhön wird bei der nächsten Überarbeitung davon betroffen werden. Es ist wohl geplant, dass einige Gemeinden den Status zentraler Ort verlieren und damit in ihrer Entwicklung behindert werden. Dagegen wendet sich der Gemeindetag. Der Ramsthaler Gemeinderat unterstützt diese Einwände und schließt sich einer entsprechenden Stellungnahme an das Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie an.