Zum zweiten Mal verhindert Corona die 1200-Jahr-Feier, die schon im vergangenen Jahr anstand. Das Jubiläum wurde aus dem vorigen Jahr wegen Covid-19 auf dieses Jahr verlegt, doch auch diesmal erlaubt die Situation keine Feierlichkeiten - zumal das Münchner Oktoberfest bereits schon jetzt kassiert wurde.

In seiner Sitzung lehnte der Gemeinderat auch das traditionelle Marktfest für 2021 ab. Bürgermeister Johannes Krumm schlug dies nach einem Treffen mit dem Arbeitskreis "1200 Jahre Elfershausen" dem Rat vor. Das Marktfest sollte im Rahmen des Jubeljahres einen zentralen Platz einnehmen.

Ergäbe sich die Möglichkeit, doch noch Veranstaltungen durchzuführen ist vorgesehen, kleine, kurz zu planende Feste zu organisieren. Alle anderen Events verschiebt der Markt ins Jahr 2022.

Konzept für die Trimburg nötig

Das Virus spielt in vielen Orchestern mit. So auch bei den Freunden der Trimburg, die ihre, durch das Regionalbudget der Allianz Fränkisches Saaletal geförderten, Pagodenzelte für drei Monate im Burghof erstellen möchten. Dem stimmte das Ratsgremium zu. Schwieriger ist die Absicht, Wanderern bei den derzeitigen Umständen ein Angebot zum Verweilen zu machen, eventuell auch für eine kleine Verköstigung und einen Hygienie-Stopp zu sorgen.

Nach Einschätzung mehrerer Gemeinderäte und 3. Bürgermeister Volker Partsch benötigen die Freunde der Trimburg dazu ein Konzept. Auch nach Rücksprache des Bürgermeisters mit dem Landratsamt ist dies unabdingbar. Deshalb soll bis zur nächsten Sitzung ein Konzept vorliegen. Dies und die Überwachung der geltenden Regeln müssten die Trimberg-Freunde mit eigenem Personal bewältigen, wie Vorsitzenden Micha Strauß beschieden wurde. Der Rat genehmigte die Montage einer Web-Cam durch einen Bekannten des Vorsitzenden. Sie soll Panorama-Bilder von der Burg und dem Saaletal liefern. Der Bauhof unterstützt die Installation.

Den Haushaltsentwurf des laufenden Jahres legte Kämmerer Andreas Mützel auf. Markant ist eine Steigerung im Vermögenshaushalt, der - in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen - sich auf 7,16 Millionen Euro beläuft, eine gute Million Euro mehr als der Rechnungsansatz des Vorjahres. Geschuldet ist dies unter anderem drei Groß-Projekten im Markt, dem Bau des neuen Kindergartens, dem Neubau des Feuerwehr-Gerätehauses und der Sanierung der Hänner-, Saale- und Wirtsstraße in Langendorf. Eine Kreditaufnahme in Höhe von etwa 2,3 Millionen Euro muss helfen, die Investitionen zu decken.

Pro-Kopf-Verschuldung steigt

Dies hat zur Folge, dass sich die Pro-Kopf-Verschuldung im Markt drastisch erhöht. Sie klettert von etwa 223 Euro im Vorjahr auf rund 1009 Euro im aktuellen Haushalt. Die durchschnittliche Verschuldung in vergleichbaren, bayerischen Gemeinden beträgt 589 Euro (Stand Ende 2019).

Der Verwaltungshaushaltansatz 2021, ebenfalls ausgeglichen, schlägt mit etwa 5,45 Millionen Euro zu Buche. Verglichen mit dem Vorjahr sind dies 370 000 Euro weniger. Die Einkommensteuerbeteiligung, Schlüsselzuweisungen und Gewerbesteuer sind die höchsten Einnahmen. Die Kreisumlage, die Personalkosten und die Kindergärten-, Jugend- und Seniorenarbeit liegen an der Spitze der Ausgaben. Der Gemeinderat stimmte dem Haushalt und dem Investitionsprogramm mehrheitlich, dem Stellenplan ohne Einwände zu.

Mehrkosten verzeichnet auch die Betriebskostenumlage des Abwasser-Zweckverbands Thulba-Saale (AZV). Sie ist mit rund 121 000 Euro dotiert, etwa 15 000 Euro mehr wie im Vorjahr. Die Schuldendienstumlage bleibt bei den bisherigen 13 769 Euro. Beide Umlagen beschloss der Rat einmütig.