Wildkirschen, Stachel- und Johannisbeeren, verschiedene Kräuter und Blumen sollen in Kürze das "Fuschter Kräutergärtle" beleben. Dazu eine Kräuterschnecke für die jüngsten Gartenliebhaber und Platz für ein paar Beete. Außerdem gibt es fünf Nisthilfen.

Anstelle des leer stehenden Gebäudes, das abgebrochen wurde, will die Gemeinde ein kleines, "grünes Paradies" an der Ecke Kissinger-/Friedhofstraße schaffen, direkt vor der Bushaltestelle. Ein weiterer Baustein Fuchsstadts zum angestrebten ökologisch-klimafreundlichen Status.

Den Ausschlag für die Idee gab die Zuerkennung von Finanzmitteln aus dem Allianz-Regionalmanagement. "Mit diesem Geld können wir etwas optisch Schönes und etwas für die Natur machen", war der Gedanke des von jeher regen Obst- und Gartenbauvereins (OGV). Allianz-Manager Holger Becker, der zwecks einer Dokumentation vorbeischaute, zeigte sich erfreut über den Projektfortschritt.

Freiwillige, Facharbeiter mit "Hang zu grünen Daumen", wie OGV-Vorsitzender Alexander Schaupp, Alfred Kippes und Josef Stockmannn , packten bei 28 Grad an. Unter ihnen war auch der Fachberater des Landkreises, Dieter Büttner. Er entwarf den Grün- und Pflanzplan, der hier umgesetzt wird.

Ein muschelkalkähnliches Pflaster markiert den Hauptweg in den Kräutergarten. Etwa 25 verschiedene Stauden und Gräser, wie der Silbersommer, zieren das Areal und verheißen Insekten einen gedeckten Tisch. Am östlichen Rand findet man eine Wiesenmischung. Zwischen dem Grün finden drei, von der Werkstatt für behinderte Menschen gefertigte, große Insektenhotels Platz.

Am Südrand entsteht eine überdachte Pergola mit Bank und Tisch, an beiden Seiten von Staudenpflanzen flankiert.

Für das Pflaster verwenden die Helfer Buntsandstein und Muschelkalk, Materialien, die in Fuchsstadt vorkommen. Teilweise hat sie der Gemeindebauhof geliefert. "Im Herbst pflanzen wir noch Blumenzwiebeln, sodass der Garten zu jeder Jahreszeit ein anderes Bild bietet. Zudem soll er auch jedes Jahr eine andere Grünlandschaft bieten. Gemäht wird nur zweimal pro Jahr", informiert Büttner.

Die hier gewachsene Wildkirsche bleibt erhalten. Allianz-Manager Becker und Bürgermeister René Gerner, der auf eine Stippvisite vorbeikam, erklärten sie kurzerhand zum "Probierbaum" und markierten sie mit einer Banderole. Jeder der vorbei kommt, darf davon naschen.

Sobald fertiggestellt, steht das Kräutergärtle der Öffentlichkeit zur Verfügung. Wer eine kleine Rast einlegen und den Anblick genießen will, findet hier ein ideales Plätzchen.