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Hammelburg
Glaube

Hammelburg: Kapellenkreuzweg weist starke Frostschäden auf

Fachleute treffen sich am 2. Juli, um zu entscheiden, wie es mit den Reliefs am Kapellenkreuzweg Kloster Altstadt weitergeht. Derzeit liegen Versuchsplatten mit diversen Anstrichen als Test im Vorfeld der Sanierung aus.
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Relief Hand mit Kelle - Stein für Stein das Leben bauen Foto: Bianca Volkert
Relief Hand mit Kelle - Stein für Stein das Leben bauen Foto: Bianca Volkert
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Beim Blick zum Schlossberg, mit Klostergebäude und Musikakademie fällt dem Betrachter die zwölfte Station des Kapellenkreuzweg Kloster Altstadt aus dem Jahre 1733 ins Auge. Der Rundweg beginnt und endet nach einem Kilometer am Kloster und erlangte bereits in der damaligen Zeit überregionale Bedeutung und diente als Vorbild für weitere Kreuzwege.

Der höchste Punkt des Kreuzweges erhebt sich am Berg, genau wie vor mehr als 2000 Jahren auf Golgatha. Wie eine Schauspielbühne wirkt die freistehende Figurengruppe. Die Kreuze auf Fels symbolisieren den Berg Golgotha. Maria kniet unter dem Kreuz, rechts der Apostel Johannes und links die wehklagende Maria Magdalena. Rechts und links außen die beiden gekreuzigten Schächer.

Schwieriger wird für den Betrachter die Deutung der kleineren Reliefs auf der Sandsteinbrüstung. Schnecke, Eichhorn, Palme, Schlange oder auch die symbolischen Darstellungen sind bildlicher Ausdruck jener Meister, den Tod betreffend. Eichhörnchen und Schnecke symbolisieren wie schnell oder langsam uns der Tod ereilt. Eine Hand mit Kelle ragt aus dem Baum des Lebens, mit deren Hilfe man Stein um Stein das Leben zusammenfügt. Eine Hand läutet die Glocke, reißt ein Tuch zur Seite und gibt das Antlitz des Todes frei. Diese Darstellung erinnert die Menschheit an die unmittelbare Nähe zum Tod.