Erste Hilfe im Generationentreff "Taubenschlag". Vor zahlreichen Interessierten zeigte Reimar Glückler, wie ein Defibrillator im Notfall angewendet wird, frischte Grundkenntnisse in Erster Hilfe auf und erörterte das Absetzen eines Notrufs sowie die Sofortmaßnahme Herz-Druckmassage.

Keiner der rund 20 Anwesenden im Treffpunkt für Generationen brachte Erfahrungen mit dem so genannten "Defi" mit. Glückler, ehemaliger Führer der Hammelburger Rotkreuz-Bereitschaft, wollte das ändern, denn im Notfall verbesserte der Defibrillator die Überlebenschancen des Patienten erheblich.

Die Handhabung ist einfach, denn das Gerät erklärt über eine Sprachausgabe jeden Schritt. So sollte eine Rettungsperson die Herz-Druckmassage aufrecht erhalten, bis das Gerät die Unterbrechung empfiehlt. Bei Kammerflimmern fordert es auf die "Schock-Taste" zu drücken, die einen Stromstoß abgibt. In diesem Moment darf die bewusstlose Person nicht berührt werden. Dann weist der Defi an, die Massage fortzusetzen.

Die Herzdruckmassage ist und bleibt die wichtigste Sofortmaßnahme, betonte Glückler. "Bei Kreislauf-Stillstand, Bewusstlosigkeit, fehlendem Puls oder Atmung sei sie die erste Maßnahme, die sofort begonnen werden muss. "Für eine erfolgreiche Herzdruckmassage braucht es 100 Kompressionen pro Minute auf einer harten Unterlage", fügte er hinzu. Sollte eine zweite Person vor Ort sein, kann diese den Standort eines Defi suchen. Die Retter sollten gemeinsam arbeiten, einer setzte die Massage fort, der zweite klebt die beiden Elektroden-Pflaster auf den nackten Oberkörper der betroffenen Person.

Der Kursleiter warb auch dafür, dass jeder seine Grundkenntnisse auffrischt. Als Fahranfänger gehört der Erste-Hilfe-Kurs zum Führerschein-Erwerb. Doch reicht dieses Wissen ein ganzes Leben lang? Was ist als Ersthelfer zu tun? Glückler ging zunächst auf die Fragen ein: Wie setzt man einen Notruf ab, und wie verhält man sich, bis der Notarzt eintrifft? "Man kann nichts verkehrt machen außer man tut überhaupt nichts", betonte er und demonstrierte an einem Freiwilligen die wichtigsten Griffe für die Atemwegkontrolle, Blutstillung, stabile Seitenlage und Schock-Lagerung.

Am Ende waren sich die Teilnehmer einig, dass die Auffrischung "überlebens-notwendig" war. Weitere Termine zur Ersten Hilfe können bei entsprechender Nachfrage organisiert werden, bestätigt Bianca Volkert, die Leiterin des Taubenschlag. Interessierte melden sich mit ihren Kontaktdaten über den Briefkasten am Generationentreff in der von-Hess-Straße 32.