"Wir starten in die goldenen Zwanziger" war das Motto bei der großen Faschingsfamilie des FC Frankonia Wittershausen, die sich auch nach 35 Jahren wahrlich nicht faschingsmüde präsentierte. Die heikle Suche nach dem schönsten Topmodell von Wittershausen, war für alle Narren, in dem mit tollen Sketch, Tanz- und Showeinlagen gespickten Programm des Fußball-Clubs, ein weiterer zusätzlicher Höhepunkt.

"Ich bin von Kopf bis Fuß auf Fasching eingestellt", mit diesen Worten führte Natascha Back als Glamourdame "Marlene Dietrich" wieder einfallsreich und mit Witz als Moderatorin durch den Abend. Unterstützt wurde sie dabei von ihrem "persönlichen DJ", Christian Sell.

Als "100-jähriger Performer und Schlagerstar der Extra-Klasse" brachte "Willi" alias Jürgen Weigand gleich zu Beginn des Abends die Faschingsnarren mit seinem "Badewassersong" so richtig in Rage.

"Egal", "Korrekt" oder "glatt vergessen" - die Suche nach den passenden Namen für die drei Flaschengeister mit der ständigen Verwechslung der zwei "W-Fragen" (Was, Wie) und "Egal", wurde zum wahren Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums. Die "Zimmis", der erst achtjährige Manuel Zimmermann und sein Bruder Pascal ernteten einen tosenden Applaus für diese Super-Parodie.

"Sie ist immer noch bildhübsch und tut alles für ihre Schönheit", Nicole Zink berichtete über die wunderbaren Frauen über 40, denn diese seien einfach sexy und schön. Der "Babyspeck" sorge erst in diesem Alter für die perfekten Rundungen und Formen. "Nach "Adam" kam dem lieben Herrgott erst die Erleuchtung", so die von sich überzeugte Frau weiter. Die vielen Seitenhiebe auf das andere Geschlecht sorgten dabei nicht nur für Gelächter im männlichen Publikum.

Mit der "MS Greta" durch die Dorfanlayse

"Alles im Griff auf der sinkenden MS Greta" hatten die Demonstranten Alwine (Simone Weigand), George (Rainer Weis), Agathe (Nicole Zink) und die oft nicht entzückte Umweltaktivistin und Visionärin der Weltrettung Greta (Nadine Zink). Kreativ und innovativ zeigen sich die Ortsvereine von Wittershausen zum Thema Umweltschutz. Schafe, die den Fußballplatz mähen und gleichzeitig düngen, und Monate später zu leckeren Hammelkeulen statt Kesselfleisch dienen, dem Einsatz eines abgasfreundlichen Feuerwehrautos, das sowieso keiner fahren darf, und die Kürzung ganzer Wochen, wenn es um die Durchführung der beliebten Spilkabende der Obst- und Gartenbauer geht, waren beliebte Themen bei der Dorfanalyse. Aber jeder könnte sich laut den Demonstranten, den Umweltengel in Bronze sichern, so zum Beispiel durch den Verzicht auf Zwiebeln. Hier könnte der "persönliche" CO2-Ausstoß um bis zu 70 Prozent reduziert werden. Aber auch "Evelyns" brave Wittershäuser Wildschweine, die dann später zu leckeren "Hubertus-Burgern" verarbeitet werden, sowie das Wittershäuser Memorial Bauwerk schlechthin, "Elmars Entenhaus" auf dem Dorfweiher, das erst nach tonnenschweren Erdverschiebungen und nur mit Einsatz des größten Autokrans im Landkreis erschafft werden konnte, wurden von den Dorfchronisten bis ins kleinste Detail "genüsslich" aufgearbeitet.

Beim Fasching im Sportheim darf Urgestein Robert Glöckler nicht fehlen. Sein immer passendes Outfit, die einzigartige Mimik und Gestik, sind Garanten für dauerhafte Lachsalven und feuchte Augen beim närrischen Publikum. Der diesjährige Klasse-Auftritt als Fräulein Meyer, einer Ehrenjungfer aus den wilden 20er Jahren, dürfte noch jedem Zuhörer über Jahre in Erinnerung bleiben.

W N T M - Wittershausens Next Top Model

Zum krönenden Abschluss suchten Thommy (Jürgen Weigand) und Heidi (Frank Veth) mit Hilfe des Publikums das schönste Topmodel von Wittershausen. Trotz teils bemerkenswerte Ausstrahlung und Glorie bekamen weder Helene (Sebastian Zink) noch Andrea (Philipp Baldauf) und Marianne (Pascal Zimmermann) ein "Foto" von Heidi überreicht, was zu unüberhörbaren "Buh"-Rufen aus dem Publikum führte. Ein Show-Act, bei dem wahrlich kein Auge trocken blieb, boten alle Protagonisten bei diesem "Model-Event" im Wittershäuser Sportheim.