Der traditionelle Ehrennachmittag beim TV/DJK war schon überfällig. Den geplanten Termin im Januar machten die Inzidenz-Zahlen zunichte, deshalb verschob der Vorstand den Termin auf den September. Da das Wetter mitspielte, war sogar ein Nachmittag im Freien möglich. Jetzt liebäugelt die Vorstandschaft auf Dauer mit dem Ehrennachmittag im Grünen.

Vorstandssprecher Willy Willeke streifte zunächst die sportlichen Events der beiden letzten Jahre, in denen der Sport nur auf kleiner Flamme flackerte. "Ab Pfingsten waren wieder online, wir hoffen, dass es so bleibt", fügte er an. Die Wahlen im Juli erbrachten zwei neue Vorstandsmitglieder: Tabea Lang, die vom Volleyball kommt, und Georg Oel, der im Ski- und Radsport aktiv ist.

Ein Ehrennachmittag in den Sommerferien hat neben Vorteilen auch Nachteile. Viele, auf die eine Ehrung wartete, waren vermutlich verreist oder scheuten den Besuch wegen erneut steigender Corona-Zahlen. So blieb von mehr als 80 zur Ehrung anstehenden Mitgliedern nur ein Bruchteil. Dennoch, zwei Sportler, auf die die Ehrenmitgliedschaft wartete - Gerald Bahmer und Bernhard Pfennig - waren präsent.

Für den in Haibach geborenen Gerald Bahmer begann das Fußballspielen in seinem Heimatverein SV Alemannia. Hier durchlief er die Schüler- und Jugendmannschaften. Größter Fußballerfolg war die Meisterschaft mit der 1. Mannschaft in der Bezirksliga. In die Saalestadt umgezogen, gründete er mit Lothar Kleespieß die erste Ski-Abteilung. Als ausgebildeter Skilehrer und Übungsleiter gewann er Pokale und Medaillen. Im Sommer erhielt er sich seine Fitness beim Radfahren, und aus der Ski-Abteilung wurde die Ski- und Radsportgruppe. Mountainbike-Rennen waren Bahmers Leidenschaft. Ein Schlaganfall führte zwangsweise zum Reha-Sport und der Physio-Therapie. Seit einigen Jahren ist das Mountainbiken mit dem Liege-Rad fester sportlicher Bestandteil für ihn.

Bernhard Pfennig ist seit seinem vierten Lebensjahr Mitglied. Kinderturnen, Leichtathletik und Tischtennis führten ihn zum Volleyball und damit zum beispiellosen Aufstieg der Hammelburger Volleyball-Equipe bis in die 2. Bundesliga. Viele Jahre auch im erweiterten Vorstand tätig, war für Pfennig mit 39 Jahren Schluss mit dem Wettkampf. Danach trainierte er als Abteilungsleiter die 2. Mannschaft und die Jugend. Die Organisation der legendären Freiluft-Turniere oblag ihm und zahleichen Helfern. Sechs Jahre im Vereinsvorstand sieht er als "ereignisreiche und spannende Aufgabe".

"Verein bedeutet mir bis heute Gemeinsamkeit und Freude an der Bewegung", so Pfennig. Beiden Genannten dankten Willeke und Oel mit der Urkunde zum Ehrenmitglied, dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für besondere Leistungen im Sport und einem Weinpräsent.

Seit 70. Jahren Mitglied ist Rudolf Hannawacker, der auf zahlreiche Tätigkeiten als Beisitzer, Vorturner, Schatzmeister und Übungsleiter für den Freizeitsport verweisen kann. Das Ehrenmitglied war zudem Kontaktperson zur Partnerstadt Turnhout, tatkräftiger Helfer beim Bau des Vereinsheims und Organisator der TV/DJK-Wallfahrten.

Winfried Benner kann auf 65 Jahre Mitgliedschaft zurückblicken. In den TV Jahn und die DJK trat er 1956 ein. Vier Jahre DJK-Vorsitzender, wurde er auch zum Ehrenvorsitzenden des TV Jahn ernannt. Benner wirkte maßgeblich am Zusammenschluss der beiden Vereine zum größten Sportverein des Landkreises mit. Er ist bis dato mit Manfred Kohaupt Sprecher des Ältestenrats.

Paula Dankowski hält dem TV/DJK seit 55 Jahren die Treue. Sie leitete 15 Jahre die Gymnastikabteilung mit verschiedenen Gruppen. Während dieser Zeit fanden mehrere Fortbildungen und Kurse der Übungsleiter statt, zum Beispiel Pilates, Zumba und anderes. Radtouren nach Wien, der Main-Radweg oder Theaterbesuche in Maßbach und die Bestückung des Kuchenbüffets bei Anlässen zeichneten sie im geselligen Teil aus. Den drei Jubilaren gebührte die Dankesurkunde und ein Weinpräsent. Für ein halbes Jahrhundert Treue wurden Angelika Franz-Fella, Elfriede Rieser und Herbert Mohr mit der Dankesurkunde gewürdigt. Die goldene Treuenadel für 40 Jahre Zugehörigkeit nahm Reinhold Knecht entgegen. Die Bronzenadel für 15 Jahre erhielt Ingeborg Joa.