Soll die Obere Dorfstraße künftig eine Einbahnstraße sein? Darüber will der Gemeinderat nicht alleine entscheiden, sondern die Meinung der Anwohner mit einbeziehen. Die relativ schmale Straße ist zudem mit einem Handicap behaftet. Oliver Lukaschewitsch wies auf die problematische Situation an der Einmündung der "Hirtengasse" in die Obere Dorfstraße hin, an der durch eingeengte Sichtverhältnisse immer wieder gefährliche Situationen beim Einbiegen und Ausfahren entstehen.

In der ersten Sitzung nach der Sommerpause informierte Bürgermeister René Gerner über Bürger-Informationen zum geplanten Nahwärmenetz. Details für Interessenten, die sich am Projekt beteiligen wollen, gab es bereits am 16. des Monats. Am Montag, 20. September ist ein weiterer Termin im "Eulentreff" datiert.

Die ursprünglich vorgesehene Ortseinsicht an der Unterstellhalle für Baufahrzeuge der Gemeinde in der Gemarkung "Gründlein" wurde verworfen. Als Begründung führte Gerner eine nochmalige Veränderung an. Das Bauwerk soll eine Photovoltaik-Anlage erhalten dazu muss die Tragfähigkeit des Dachs überprüft werden. Auf Anfrage von Jürgen Wittmer will die Gemeinde die bestehende Zaunanlage verwenden.

Unterstellhalle: Aufträge vergeben

Aus nichtöffentlicher Sitzung gab Gerner bekannt, dass die Aufträge und Materiallieferungen für den Bau der Unterstellhalle vergeben sind. Ebenso der Ausbau "Am Gräfenberg", den das Büro IBB Bechler aus Gera erhielt. Beschlossen ist auch eine Machbarkeitsstudie für einen Umbau oder Neubau des Kindergartens Fuchsstadt. Eva-Maria Conrad empfahl dazu, Kontakt mit der Play-Mobil-Stiftung aufzunehmen, die solche Projekte unterstützt.

Fuchsstadt widmet den 3. Oktober seinem Waldfriedhof. Die bis dahin ausgeschilderte Friedhofsanlage erhielt zwar in einem offiziellen Akt eine kirchliche Segnung, zu der jedoch aus Pandemiegründen die Besucher keinen Zutritt erhielten. Dies möchte die Gemeinde zum terminierten Datum nachholen. Alt-Bürgermeister Peter Hart, Thomas Wolf und Pfarrer Norbert Wahler will Gerner um einige Gedanken über die Entstehung des Waldfriedhofs bitten. Die Gemeinde gibt zudem einen Flyer aus.

Keine Einwände gab es gegen die Flächennutzungsplan-Änderung der Gemeinde Wasserlosen in deren Gewerbegebiet. Eine zentrale Beschaffungsstelle richtet das Landratsamt für die Kommunen des Kreises ein. Die Neueinrichtung soll Gemeinden und Städte durch fachliche Spezialisierung bei Vergabeverfahren unterstützen. Die Entscheidungshoheit bleibt bei der Kommune. Der Landkreis übernimmt jedoch keine Beschaffungskosten. Auf Anfrage von Bernd Stöth informierte der Bürgermeister, dass es hier nur um größere Projekte gehe oder solche, die für mehrere Gemeinden ausgeschrieben werden. Dem Novum stimmte das Ratsgremium einmütig zu.

Mehrheitlichen Zuspruch erhielten zwei isolierte Befreiungen zum Bau einer Stützmauer "Am Sonnenhügel und "Am Kohlenberg". Zur Voranfrage über die Errichtung eines Einfamilienhauses mit Garage in der Gräfenbrunner Straße will der Rat eine eindeutige Darstellung der Geländeverhältnisse und Höhenangaben vom Baubewerber. Den umgelegten Bildstock vom Alteschulzengarten in der Nähe des Biotops renoviert derzeit die Werkstatt von Gabriela Herrmanns. Über einen neuen Standort entscheidet ein Ortstermin.

Besuch am Waldteich

Ein Waldbegang findet am 9. Oktober um 9.30 Uhr statt. Dabei suchen der Rat, die Forstleute und Interessierte auch einen der drei Waldteiche auf, der nicht funktioniert und eventuell nachmodelliert werden müsste. Eine Ortseinsicht soll der Bauausschuss am Kirchplatz wegen der "Dauerparker " vornehmen. Annemarie Pfülb regte in der Bürgerversammlung an, Steingärten zu untersagen. Gerner ist der Ansicht, der Steingarten-"Hype" ist vorbei. Die Grundstücksnutzung in der "Simonsgasse" kritisierte Reinhard Kippes, da hier angeblich Reifen und Flüssigkeiten gelagert seien. Auf dem privaten Grundstück gibt es kaum Eingriffsmöglichkeiten.

heg/Fotos: Ehling

2939 und 2940

Um die Obere Dorfstraße als mögliche Einbahnstraße zu etablieren will der Gemeinderat die Meinung der Anwohner einholen. Besonders problematisch ist die Ein- und Ausfahrt an der "Hirtengasse" (Foto).

1794

Am 3. Oktober will die Gemeinde offiziell den Waldfriedhof übergeben. Die Segnung fand bereits im Februar durch die Geistlichen statt - allerdings ohne Publikum.