Die Gemeinde ist gerüstet für den Bezirksentscheid im Rahmen des Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft". Kreissieger Fuchsstadt erwartet am 18. Mai die Bewertungskommission für die Beurteilung unter sechs besten unterfränkischen Teilnehmern und hat sich dafür "voll in die Riemen gelegt", so Bürgermeister René Gerner.

Mehrere Arbeitskreise, viele Bürger, die sich mit Ideen und Erzählungen einbringen und der Gemeinderat schauen dem Ereignis optimistisch entgegen, das am kommenden Mittwoch von 15 bis 17.30 Uhr ansteht. Das Dorf hieße nicht Fuchsstadt, würde es einen Anlass auslassen, ein "Festle" draus zu machen. Deswegen beginnt der inoffizielle Teil unter dem Motto "Mitten im Dorf, mitten in der Woche, mitten im Leben" bereits um 14 Uhr mit geöffneten Höfen, offenen Biergärten und einem Kinderprogramm.

Bürgerbeteiligung ist ausdrücklich gewünscht. Und dabei sind Bürger aus der Nahregion wie beispielsweise aus Pfaffenhausen, Elfershausen, Hammelburg und anderen Kommunen herzlich eingeladen, wofür eigens gedruckte Flyer in den Nachbarorten verteilt wurden. Stellvertretender Landrat Gotthard Schlereth und mehrere Kreisräte haben ebenfalls ihr Kommen zugesagt.

Bei der Aktion "Unser Dorf hat Zukunft" achten die Juroren besonders auf das Engagement der Bewohner und auf herausragende Projekte und Ideen. Geschlagene zwei Stunden wendet die Bewertungskommission für ihre Beurteilung auf. "Lebendige Dörfer sind die Aushängeschilder Unterfrankens", lautet das Argument der Jury-Mitglieder bei einer der größten Bürgerinitiativen im ländlichen Raum.

Die Fahrt- und Fußstrecke beginnt nach der Begrüßung am Rathaus mit dem Besuch der Fuschter Mühle und der Biotop-Vorstellung und führt über die Industriestraße zum Bio-Hof. Der Waldfriedhof mit Erklärungen ist das nächste Ziel, dem dann die Besichtigung der Dreifaltigkeits-Kapelle mit Blick über das Dorf folgt. Von hier geht es zur "Hohen Straße" und zur Lauerbach-Kapelle. Der gesamte Kapellenweg wird dabei vorgestellt.

Auf der Weiterreise stellt der Bürgermeister das Photovoltaik-Feld und die Windkraftanlagen vor. Ziel ist danach der "Wiesenweg", der "Fuschter See" und die Weinberge an der "Goldklinge". Nach der Weiterfahrt über den Hochbehälter, den Sportplatz und den Franziskus-Bildstock gelangen die Gäste zur Kohlenbergkapelle und zur Rückfahrt zum "Eulentreff".

Für das Ereignis hat die Gemeinde sogar einen Foto-Band aufgelegt, der - von Fotograf Sven Hartmann bewusst in schwarz-weiß gehalten und von Gemeinderätin Eva-Maria Conrad textlich gestaltet - den Ort, seine Gemeinschaft, seine Traditionen und historischen Sehenswürdigkeiten aber auch seine Weiterentwicklung abbildet. Ein gelungener Info-Pool.

Den Vorbereitungen zufolge darf sich Fuchsstadt durchaus eine Chance auf den Bezirkssieg ausrechnen, der zum Landeswettbewerb und gegebenenfalls sogar zum Bundeswettbewerb führen könnte. Der Landkreis Bad Kissingen ist der einzige Teilnehmer in Unterfranken, der mit zwei Gemeinden, Fuchsstadt und 2. Kreissieger Wermerichshausen, antritt. Ansonsten gilt es, sich gegen die Kreissieger Salz (Landkreis Rhön-Grabfeld), Wipfeld (Lkr. Schweinfurt), Breitbrunn (Lkr. Haßberge) und Mönchberg (Lkr. Miltenberg), zu behaupten.

Ein erstes Statement der elfköpfigen Fach-Kommission wird nach Abschluss der Bereisung erwartet. Das tatsächliche Ergebnis aller Teilnehmer gibt die Jury am Samstag, 28. Mai, bekannt. In einem Festakt im Antonia-Werr-Zentrum in St. Ludwig verleiht Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann die Auszeichnungen.