Eich erreichte 851 Punkte und will erst einmal für eine Zeit nach Argentinien, Schrapel der 840 Punkte erreichte, wird in Freiburg studieren. Es sei ungewiss, wo es die jungen Leute hinziehe, sagte Bürgermeister René Gerner in der jüngsten Gemeinderatssitzung, darum gratuliere er den jungen Leuten lieber gleich, und überreichte unter anderem einen Regenschirm, der symbolisieren solle, dass sie die Gemeinde nicht im Regen stehen lasse.

Fünf Kommunen seien nötig, um im Landkreis Bad Kissingen ein virtuelles Gemeindewerk zu gründen, informierte Gerner. Dies sei Chance und Herausforderung zugleich. Es gehe um die Stärkung und nachhaltigen Entwicklung des Ländlichen Raums, um Digitalisierung und Regionale Wertschöpfung. Das Gremium befürwortete die Ausarbeitung einer Geschäftsplanung zur Gründung eines gemeinsamen Kommunalunternehmen (AöR) im Landkreis. Der Gemeinderat stellt hierfür Finanzmittel in Höhe von bis zu 10.000 Euro bereit. Damit im Zusammenhang steht auch das geplante Nahwärmenetz. Im Gremium war man sich einig, dass alle Gebäude der Gemeinde damit versorgt werden sollten. Jetzt sollen erst einmal Angebote für eine Machbarkeitsstudie eingeholt werden, unter anderem, um den besten Standort das Heizhaus zu finden.

Gerner sprach die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgetragenen Punkte aus der Bürgerversammlung an. Gefragte wurde nach den Grenzen des künftigen Baugebietes "Hinterm Turm", nach Unterstützung für Sanierungsmaßnahmen am Sportheim und einer behindertengerechten Toilette am Festplatz. Außerdem ging es darum, Veranstaltungstermine wieder im Nachrichtenblatt zu veröffentlichen und um die geplante Erweiterung beziehungsweise um den Umbau des Kindergartens.

Keine Einwände hatten die Gemeinderäte gegen den von der Stadt Hammelburg aufgestellten Bebauungsplan für den Schulcampus und das Sportzentrum. Zustimmung fanden auch die Bauanträge, unter anderem für den Neubau eines 34-Meter -Schleuderbetonmastes mit Sechs-Meter-Aufsatz und Outdoor-Technik im Bereich des Bebauungsplanes "Im Gründlein" für einen besseren Handyempfang.

Gerner gab die in nichtöffentlicher Sitzung gefassten Beschlüsse bekannt: Die Gemeinde stimmt der Errichtung eines Nahwärmenetzes zu, als Anschubfinanzierung wird ein Startkapital von 15.000 Euro zur Verfügung gestellt. Vom Planungsbüro wurden Varianten für den Ausbau der Straße "Am Gräfenberg" vorgestellt.

Schließlich gab Gerner auch die Kriterien für die Holzvergabe bekannt. Bestellt werden muss bis bis 15. Oktober, Vorrang haben Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde und pro Haushalt werden maximal zehn Festmeter vergeben.

Eva-Maria Conrad monierte, sie hätte kürzlich die Terrasse fluchtartig verlassen müssen, weil jemand Gülle ausgebracht hatte, was enorm gestunken habe. Jürgen Wittmer sprach in diesem Zusammenhang auch an, dass das Grundwasser geschützt werden müsse und dass man doch mit den gemeindeeigenen Ackerflächen beginnen solle. Außerdem sprach er sich dafür aus, den Natur- und Umweltausschuss zu aktivieren.