Die geplante Flüchtlingsunterbringung in der ehemaligen "Krawatte" ist endgültig vom Tisch. Der Mieter zog den Antrag auf Nutzungsänderung der bestehenden Hausmeisterwohnung sowie Büro- und Verwaltungsräumen in diesem Gebäude als Unterkunft für Flüchtlinge zurück.
Hauptsächliche Gründe dafür dürften der Protest der Anwohner gewesen sein, die eine höhere Lärmbelästigung in und außerhalb des Gebäudes befürchteten, die sich aber grundsätzlich für die Aufnahme von Flüchtlingen aussprachen. Diese Absicht bleibe weiterhin bestehen. Allerdings müsse sich ein Grundstück zum Bau einer Unterkunft finden, so Kathrin Heidelmeier, eine Anwohnerin. Der geplanten Nutzung standen aber auch baurechtliche Bedenken des Landratsamts entgegen, wie der Justitiar des Landratsamts, Thomas Schönwald, informierte (wir berichteten), der sich auf ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs (VGH) berief. Demnach können in einem Gewerbegebiet Asylbewerber ausnahmsweise zugelassen werden, wenn der Bebauungsplan dies für soziale Zwecke gestattet.

Ja zur Windkraft

Mehrheitlich stimmte der Rat der Errichtung von Windkraftanlagen durch die Firma Green City Energy auf Fuchsstädter Gemarkung zu. Das von einem Rechtsanwalt gefertigte Prüfungsergebnis liege vor, informierte Bürgermeister Peter Hart. Der Vertrag sei ausgewogen und nur mit geringen Anmerkungen versehen, berichtete er. Die Gemeinde erhält zudem, auf Vertrauensbasis, Einblick in die Gutachten. An Rückbaubürgschaften wurde "herausgeholt, was möglich war", so eine Vertreterin von Green City Energy. In einschlägiger Sache - nämlich dem Bau von Windkraftanlagen im Gemeindegebiet von Elfershausen und der damit verbundenen Änderung des Flächennutzungsplans in der Gemarkung Machtilshausen - stimmte der Rat gegen vier Stimmen zu.
Auch in Fuchsstadt soll die Umsetzung des Kernwegnetzes mit ortskundigen Personen besprochen werden. Für das bis zu 80 Prozent geförderte Projekt findet am 13. August um 17 Uhr ein Meeting im Rathaus statt. Bereits am 11. August ist eine Info-Veranstaltung für die Anwohner der Kissinger Straße vorgesehen, bei der die Neugestaltung der Straße besprochen wird und Anregungen entgegengenommen werden. Ein Disput zum geplanten Seniorenheim ist für den definierten Ausschuss am 2. September terminiert. Ohne Gegenstimme genehmigte das Gremium das einzige Bauanliegen, ein Dachgeschossausbau auf einem Anwesen in der Gräfenbrunner Straße. Vize-Bürgermeister Manfred Öftring regte die Anschaffung eines Rechens zur Säuberung des Wassertretbeckens sowie einen Sonnenschutz für das Becken an. Eine Wohnmobil-"Rostlaube" im Gewerbegebiet ist Gemeinderätin Brigitte Burtchen ein Dorn im Auge. Der Besitzer habe bereits eine Aufforderung zur Entsorgung erhalten.