"Ich konnte mich wie immer auch im abgelaufenen Jahr auf die Feuerwehr verlassen", betonte Bürgermeister Gotthard Schlereth bei seiner letzten Staatlichen Ehrung während seiner Amtszeit. In würdigem Rahmen wurden 15 Feuerwehrmänner für 25- bzw. 40-jährige aktive Feuerwehrtätigkeit mit Anstecknadel und Urkunde ausgezeichnet. Landrat Thomas Bold nahm die Staatliche Ehrung vor, und auch die Feuerwehr-Inspektion sprach ihre Glückwünsche aus.

Gute Ausbildung wichtig

Wie wichtig die Feuerwehr sei, hätte man beim Einsatz am nur wenige Stunden zuvor geschehenen tragischen Verkehrsunfall ausmachen können, so Schlereth. Mit einer guten Ausbildung und guten überörtlichen Strukturen sei die Wehr ein Bindeglied der Gesellschaft und gleichzeitig auch ein Thema, das in die große Politik hineinstrahle. Er bedankte sich bei den Geehrten und auch ihren Ehefrauen für die Unterstützung.

Landrat Bold lobte den würdigen Rahmen und bezeichnete den staatlichen Beitrag bei Ausstattung und Beschaffung als unerlässlich. Gerade Oberthulba mit seinem Autobahnteilstück nehme die Herausforderungen gut an. Wenn beispielsweise eine Drehleiter eine halbe Million Euro koste und damit auch nur ein Menschenleben gerettet werden könne, werde wohl niemand eine Gegenrechnung aufmachen. Immer öfter höre man von Angriffen auf Einsatzkräfte. "Wir sind hier noch im Bereich der Glückseligen, aber wir dürfen den destruktiven Kräften nicht die Oberhand überlassen", forderte Bold zur Zivilcourage auf. Es komme schon mal vor, dass Übung oder Einsatz kürzer seien als die Nachbesprechung, doch bei seinem damaligen Einsatz im Polizeidienst hätte es noch keine Seelsorge oder verarbeitende Nachgespräche gegeben. Dreh- und Angelpunkt für die Feuerwehren sei es, die Leistungsfähigkeit zu erhalten und zu stärken, führte KBR Benno Metz an. Die Wehren stünden für Miteinander und Gemeinschaft, es ginge um die Ehre und nicht ums Geld. Auf der Fläche ginge es ohne den freiwilligen Einsatz nicht. Nur 34 Euro pro Kopf und Jahr würden durchschnittlich für die Feuerwehr ausgegeben. Metz ging noch auf die Bandbreite der Aufgaben der Feuerwehr ein und natürlich sei es einfacher, neue Feuerwehrleute zu gewinnen, wenn man nach außen hin geschlossen auftrete. Er ging noch auf die Gutscheine für einen einwöchigen Aufenthalt im Feuerwehrerholungsheim Bayerisch Gmain ein, den man für 40-jährige aktive Zeit bekommt. Wenn die Ehefrau mitfährt, zahlt der Markt Oberthulba diesen Anteil. Bei der eigentlichen Ehrung gingen die jeweiligen Kommandanten kurz auf die erworbenen Lehrgänge und Leistungsabzeichen der Geehrten ein. Urkunde und Anstecknadel wurden überreicht, seitens der Gemeinde gab es einen Bocksbeutel und einen Blumenstrauß für die Ehefrauen.