Die Alte Schule in Langendorf soll saniert werden. Bisher schon von mehreren, heimischen Vereinen genutzt, wurde nach einer Ortsbesichtigung mit örtlichen Beteiligten eine Liste erstellt, die den Platzbedarf und die Bedürfnisse der aktuellen und künftigen Nutzer berücksichtigt. Nach einer weiteren Ortseinsicht mit Architekten sollen verschiedene Sanierungsvarianten vorgelegt werden.

Nach der Bedarfsliste ist angedacht, einen Raum von etwa 20 Quadratmetern für den Arbeitskreis "Archäologie im mittleren Saaletal" zur Verfügung zu stellen, dessen Einrichtungskosten der Landkreis und das Amt für Denkmalpflege gegebenenfalls übernehmen.

Der Musikverein Langendorf verfügt im Gebäude schon seit Jahren über einen Proberaum von rund 70 Quadratmetern. Hier ist ein separater Raum für Trachten und Noten, ein Stauraum für Veranstaltungs-Equipment und eine Lagerfläche für den Pizzaofen, die Teigmaschine und ähnliches vorgesehen.

Im ähnlich großen, barrierefreien Proberaum findet sich das Domizil des Gesangvereins Langendorf, dessen Akustik, Lüftung und Schall optimiert wird. Hinzu kommt eine neue Beleuchtung. Das Jugendzentrum mit rund 60 Quadratmetern erhält einen eigenen Eingang, eine "Gender"-Toilette und wird lüftungs- und schalloptimiert. Für die Jugendarbeit der rund 15 bis 20 Kinder und Jugendlichen des Gartenbauvereins stehen etwa 20 Quadratmeter zur Verfügung.

Die Freiwillige Feuerwehr erhält eine Unterstellfläche für einen Bootsanhänger mit Rettungsboot. Eine eventuelle Förderung wird geprüft. Ein Zugang zum Gewölbekeller des Vereins wird erwogen. Außerdem ist eine Lagerfläche für Bierzeltgarnituren vorgesehen. Für alle Vereine stehen der Küchen- und der Ausgaberaum nebst Spülmaschinenanschluss und Gastro-Dunstabzug sowie ein Ausgabe-Fenster zur Verfügung. Eine zentrale Toilettenanlage ist allen Nutzern zugedacht. Bei den Umbaumaßnahmen sind das Ensemble des Kirchplatzes sowie der historische Gebäudebezug zu berücksichtigen. Für die einzelnen Nutzer sind zur Abrechnung getrennte Strom- und Heizkreise vorgesehen.

Restaurierung abgeschlossen

Die Restaurierungsarbeiten an den drei Innenhof-Portalen der Trimburg sind abgeschlossen. Der Erhalt der historischen, teils wertvollen, Portale war den Verantwortlichen schon länger ein Bedürfnis. Die Gesamtkosten der Sanierung belaufen sich auf etwa 31 700 Euro. Der Markt erhält dafür eine Förderung von 14 500 Euro vom Landesamt für Denkmalpflege und weitere 6300 Euro vom Bezirk Unterfranken.

Die Ratsmitglieder des Arbeitskreis "Förderung des Tourismus und Steigerung der Lebensqualität" waren festzulegen. Nach Meinung von Volker Partsch sollte man die Ratsbesetzung offen lassen. "Jeder, der will, soll mitmachen können", dieser Vorschlag erhielt den Zuspruch des Gremiums. Für die weitere Besetzung haben sich bereits einige Interessenten gemeldet, Bürgermeister Krumm will aber vor der Festlegung nochmals einen Aufruf im Nachrichtenblatt veröffentlichen.

Tempolimit abgelehnt

Krumm informierte, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung im Kreuzungsbereich der Kreisstraße 37 mit der Ortsverbindung Langendorf - Elfershausen vom Landratsamt abgelehnt wurde. Als Grund führte die Behörde an, dass der Kreuzungsbereich nicht als Unfallschwerpunkt gelte. In knapp sechs Jahren gab es hier sieben Verkehrsunfälle mit vorwiegend leicht verletzten Personen. Die Tiefbauverwaltung ermittelte zudem, dass die Höchstgeschwindigkeit grundsätzlich eingehalten wird.

Geld für LED-Beleuchtung

Eine erfreuliche Nachricht war der Zuwendungsbescheid für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung im Markt auf LED-Lampen. Das Bundesumweltministerium bewilligte eine Förderung von rund 46 000 Euro. Die Umrüstung soll bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen sein.

Sondernachrichtenblatt für Bürger

Auch ein Schreiben der Bundesnetzagentur ging im Rathaus ein. Demnach findet die Antragskonferenz zum Abschnitt B der Fulda Main Leitung wegen der Corona-Situation in schriftlicher Form statt. Bürger, Bürgerinitiativen, Vereine und Kommunen können bis zum 30. Dezember 2021 ihre Einwände einreichen. Zum weiteren Vorgehen veröffentlicht die Gemeinde im Laufe der Woche ein Sondernachrichtenblatt für die Bürger. Im Vorfeld der nächsten Ratssitzung ist eine Info-Versammlung anberaumt, in der Interessierte eine Stellungnahme zur "Freileitung direkt vor der Haustüre" abgeben können.

Anträge bis Februar 2022 möglich

Krumm wies außerdem auf das Regionalbudget der Allianz Fränkisches Saaletal hin, das im kommenden Jahr erneut mit einem Etat von 100 000 Euro aufgelegt wird. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Februar 2022. Keine Einwände gab es gegen den Wohnhausneubau mit Carport und Geräteschuppen "An der Klinge" in Elfershausen. Den erforderlichen Befreiungen stimmte der Marktgemeinderat zu.