Nach der Feldbesichtigung zum Thema Ausdauernden Weizen bei Naturland-Berater Werner Vogt-Kaute in Dittlofsroda ging es weiter auf andere Versuchsfelder. Hier gibt es verschiedene Sorten: Ackerbohne, Hirse, Lupine, Kichererbsen und sogar Reis. 30 Naturland-Landwirte und Interessenten informierten sich über die neuesten Ergebnisse in Saatgutzüchtung und -vermehrung im Ökolandbau. Coronabedingt fand die Veranstaltung in zwei Durchläufen statt.

Die Versuchsparzellen Vogt-Kautes zum Ausdauernden Weizen stehen im dritten Jahr. Es gibt mit Schwebheim und Pforzen noch zwei weiteren Versuchsstandorten in Deutschland. Der ausdauernde Weizen ist eine komplett neue Züchtung im Ökolandbau. "Bis jetzt hat sich in Deutschland niemand dafür interessiert", sagt Vogt-Kaute. Bei dem vom Bundesanstalt für Ernährung im Bundesprogramm Ökologischer Landbau und anderer Formen der nachhaltigen Landwirtschaft (BÖLN) geförderten Projekt geht es mit dem ausdauernden Weizen um eine neue Kulturpflanze aus der Kreuzung eines ausdauernden Grases aus der Familie der Süßgräser (Poaceae) mit dem Kulturweizen Triticum aestivum. Wegen seines ausgeprägten Wurzelsystems soll die Neuzüchtung besser mit Trockenzeiten und einem geringeren Nährstoffangebot zurecht kommen.