Alles hat ein Ende - so auch die Sonderausstellung im Museum Terra Triassica zum Thema "Kunst geht fremd ... und ist verspielt". Verbunden mit einem zünftigen Oktoberfest im Museumsgarten konnten viele Besucher dieses Ereignis mitfeiern.

Vom Fastnachtmuseum in Kitzingen hatte das Euerdorfer Museum als Leihgabe zwei "Molliköpfe" bekommen. Der Begriff "Mollikopf" stammt aus dem Alemannischen und bedeutet eigentlich Dickkopf. Im Museum Terra Triassica sind ein "Tiroler" und ein "Schutzmann" zu bewundern. Die Masken aus Pappmaché stammen aus den 50er Jahren und dienten zur Verkleidung bei Fastnacht. Im Gegenzug stellte das Museum, das mit vielen Fossilien aus der Gegend einen Einblick in die Entstehung der Trias gewährt, versteinerte Seelilien dem Fränkischen Freilandmuseum Fladungen zur Verfügung.

Erweiterung der Ausstellung durch die Eu-Ka-Ge

Museumsleiterin Martina Wilm-Kiesel freute sich darüber, dass die Sonderausstellung spontanen Zuwachs aus Euerdorf erhielt: "Von der Eu-Ka-Ge haben wir drei weitere Molliköpfe aus deren Archiv bekommen. Die haben wir gleich mit präsentiert. Besonders schön ist es auch deswegen, weil wir mit diesen Leihgaben einen direkten Bezug zur Ortsbevölkerung herstellen konnten. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere Euerdorfer noch daran. So eine Zusammenarbeit mit Ortsvereinen ist bemerkenswert und macht Freude."

Ebenfalls ein optisches, farbenfrohes Highlight war die Parallelausstellung aus dem "Haus für Kinder". Seit einigen Jahren präsentieren die jungen Nachwuchskünstler kreative Objekte, passend zum diesjährigen Projekt. Leiterin Renate Kröckel erklärte den Entstehungsprozess der ausgestellten Tonköpfe, die ebenfalls im Museum zu bewundern waren und bemerkt: "Das ist immer ein sehr schönes Projekt. Wir sind oft und gerne mit den Kindern im Museum. Auch nächstes Jahr unterstützen wir dieses Kunstprojekt gerne und sind gespannt, was es sein wird."

Preisverleihung für die Gewinner des Ferienprogramms

Museumsleiterin Martina Wilm-Kiesel gab den Besuchern einen Überblick über das vergangene Museumsjahr. Coronabedingt waren es nur knapp 300 Besucher, die das Museum besuchten. Weiterhin wurden 13 Veranstaltungen mit rund 180 Besuchern verbucht. Außerdem gab es in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde ein Quiz im Rahmen des Ferienprogramms. Die Gewinner Emilia, Svea und Noah durften sich über ein handgefertigtes Lesekissen, passend zum Museum mit Dinosauriern bedruckt, sowie einer Eintrittskarte für das Museum in der kommenden Saison freuen.

Für diese Saison ist noch der beliebte Weihnachtsmarkt im Museumsgarten am 28. November geplant: "Dieses Jahr mit einem etwas anderen Konzept und natürlich mit Hygieneregeln", erklärt Martina Wilm-Kiesel.