Zum traditionellem Pfingstmontagsfest nahm die Freiwillige Feuerwehr im Stadtteil ihr neues Tanklöschfahrzeug mit der Segnung offiziell in Betrieb. Im Rahmen des Feuerwehrbedarfsplans schaffte es die Stadt Hammelburg an - neben weiteren Fahrzeugen und drei neuen Gerätehäusern.

Dafür dankte Kreisbrandrat Benno Metz, der wusste, dass der Brandschutz "öfter kritisch gesehen wird". Metz Anerkennung galt aber auch den Feuerwehrleuten, die in den Corona-Zeiten ihre Dienstpflicht klaglos versahen. "Dies ist ein guter Tag für den Stadtteil und die Stadt Hammelburg", merkte er an mit dem Hinweis, "dass wir personelle Hilfe immer brauchen können".

Fahrzeug ist "maßgeschneidert"

"Die Feuerwehr ist glücklich", stellte Ortsbeauftragter Albrecht Leurer fest. Auch er wusste um die Millionen, die die Saalestadt derzeit in den Feuerschutz investiert. "Wir sind rund um die Uhr geschützt ", gab er sich überzeugt. "Dieser Schutz ist jedoch nicht bezahlbar sondern nur mit freiwillig Engagierten umzusetzen", erinnerte er.

Der junge Kommandanten der Wehr, Marius Arheidt, betrachtet das neue Tanklöschfahrzeug als maßgeschneidert für die Ortsfeuerwehr. "Es besitzt ein eigenes Stromaggregat, einen externen Lichtmast sowie einen zweiten am Fahrzeug, einen Flachwasser-Sauger und eine Pumpe. Die Kosten für das Mobil belaufen sich auf rund 130.000 Euro.

Lob an die Jugendarbeit

Der dritte Bürgermeister, Christian Fenn, der den im Urlaub befindlichen Armin Warmuth vertrat, hob das Ehrenamt heraus, das trotz schwieriger Zeiten aufrecht gehalten wurde. Ein Lob galt auch der Jugendarbeit der Untereschenbacher Wehr, die jetzt nach seinem Dafürhalten mit der Neubeschaffung die Nahregion brandschutztechnisch optimal von Ost nach West abdecken kann.

Diakon Ewald Bahn segnete das Fahrzeug mit einem Zitat aus dem Galaterbrief: "Einer trage des anderen Last". Wissend um den Segen aber auch die Gefahr des Feuers, bat er um den Schutz Gottes für die Menschen und das Gerät.

Zur Traditionsveranstaltung stellte die Wehr ihre historischen Geräte zur Schau, von denen einige noch älter sind als die 1891 gegründete Wehr, wie beispielsweise der Spritzenhandwagen aus dem Jahr 1879. "Sie waren in unserem Dorf alle in Betrieb, wir haben keines verkauft", erklärt Kommandant Arheidt.

Neben kulinarischen Leckerbissen zum Mittagessen und zum Kaffee, erarbeitete die Feuerwehrjugend auch ein Kinderprogramm mit Hüpfburg und Spielgeräten. Zudem durften die Jüngsten bei einer Mitfahrt im neuen Fahrzeug Feuerwehr spielen.