Die heiße Phase des "Bürgerhaus"-Baues ist gestartet. Am Mittwochvormittag begann der Aufbau des Krans am Buttenmarkt, das Signal für den Beginn der Rohbauarbeiten, die die zur Schick Group gehörende Burger Bau ausführt.

34 Meter hoch

Die Bauteile kamen am frühen Morgen auf einem Tieflader in die Innenstadt. Beim Transport gab es keine Probleme. "Es geht noch enger", witzelte ein erfahrener Mitarbeiter. Zügig ging die Zusammensetzung der Bauteile voran. Nachdem die Basis verankert war, stapelte der ausfahrbare Hebekran seinen "Kollegen" Stück für Stück auf.

Der 34 Meter hohe "Liebherr"-Turmdrehkran wird dann sein Werk aufnehmen und den Grundstock für das Bürgerhaus samt Dach erstellen. Der Riese hat eine maximale Tragkraft von zehn Tonnen und wird allerdings nicht während der ganzen Bauzeit stehen bleiben, informiert Stadtbaumeister Detlef Mohr. Sobald der Rohbau stehe, habe der Koloss seine Schuldigkeit getan.

Mit der Fertigstellung des Rohbaus rechnet Mohr zum Ende des Jahres. Dann folgt abschnittsweise die Detailarbeit, die nach Einschätzung des Stadtbaumeisters im Frühsommer 2023 beendet sein wird. Ist der definierte Preis von 7,1 Millionen Euro zu halten? Da hat Stadtbaumeister Mohr seine Zweifel.

"Wir haben bisher gut gewirtschaftet bei dem Projekt, doch die in die Höhe geschossenen Preise für beispielsweise Baumaterial werden sich bemerkbar machen. Manchen Gewerke fehlt derzeit sogar das Arbeitsmaterial", weiß er. Für das Bürgerhaus ist auch ein Notrettungsweg vorgesehen, der unterirdisch vom Keller des ehemaligen Kaufhauses in die Katakomben des Rathauses, in den Rathauskeller, führt. Dazu soll ein Stück aus dem Keller des Amtssitzes gesägt werden, um das historische Mauerwerk zu schonen. Der Bürger darf gespannt sein und kann den Bau des für ihn vorgesehenen Domizils täglich nachvollziehen.

Die gemischten Gefühle, die viele Hammelburger für das Bürgerhaus hegen, werden sicherlich noch breite Resonanz finden, nach dem Motto: "Wäre ein grüner Park mit einem Springbrunnen und Ruhebänken nicht eine gute Lösung gewesen, nachdem das Rathaus jetzt auch seine volle Schönheit entfaltet?"

Fakt ist, der Marktplatz wird die nächsten beiden Sommer eine Baustelle bleiben.