Vier Jahrzehnte sind seit der Gründung des Obst- und Gartenbau-Vereins vergangen. Heute der Verein für Gartenbau und Landespflege, sorgen die Nachfolger der Pioniere dafür, dass immer Neues im Stadtteil grünt und blüht. Die Blumenwiese hinter dem Vereinsheim, eine ideale Insektenweide, ist jüngstes Beispiel für die Weiterführung der Tradition. Wie Vorsitzende Ursula Wiegel aufzeigte, waren in den zurückliegenden Monaten außer Vorstandssitzungen und dem Anpflanzen der Blühwiese keine Veranstaltungen möglich. Selbst die Jahreshauptversammlung musste abgesagt werden. Doch der Verein mit 86 Mitgliedern schöpft neuen Mut. Zum Jubiläum stellte Hammelburgs Vize-Bürgermeisterin, Elisabeth Assmann, fest: "Es ist vieles geleistet worden in der langen Zeit". Für sie ist der Verein "nicht mehr wegzudenken". Zwar sei die Gartenarbeit oft eine "hartes Brot", die letztlich doch Freude mache, wenn es gedeihe. Assmann dankte den Gründern, erinnerte aber auch an die Einbindung der Jugend durch die Vorbildfunktion. Der Amtsinhaberin ist es persönliches Anliegen, mit Gärten "kleine Oasen zu schaffen, Inseln gegen den Klimawandel". Namens der Stadt überreichte sie ein Geldpräsent, persönlich zwei Tüten Hülsenfrüchte zum Verzehr.

Das Protokoll legte Schriftführerin Gudrun Cimander auf. Zum Kassenbericht der Jahre 2019 und 2020 informierte Kassiererin Katja Schaub. Demnach verfügt der Verein über eine solide Kassenlage, die auch Kassenprüfer Werner Manger und Winfried Wahler bestätigten. Der Entlastung wurde ohne Einwände stattgegeben.

Die anstehenden Wahlen, geleitet vom Kreisvorsitzenden Markus Stockmann und Elisabeth Assmann, passierten problemlos, da sich alle Vorstandsmitglieder für weitere zwei Jahre zur Verfügung stellten. Vorsitzende bleibt Ursula Wiegel, ihre Stellvertreterin ist Evelyn Sitzmann, die Kassengeschäfte liegen in Händen von Katja Schaub, Schriftführerin bleibt Gudrun Cimander. Dazu kommen vier Beisitzer. Die neuen Kassenprüfer heißen Markus Reimer und Dieter Ebert.

Ortsbeauftragte und Stadträtin Gabi Ebert dankte der Vorsitzenden und den Gründungsmitgliedern für ihr Engagement mit einem veredelten Urkundenexemplar zum Jubiläum und will den Verein bei der Suche nach Nachwuchs unterstützen. Ursula Wiegel verabschiedete Kassenprüfer Werner Manger mit einem Weinpräsent.

"Es tut gut, wieder zusammenzukommen", stellte Kreisvorsitzender Markus Stockmann fest, der den Garten als "Urlaubsersatz" in Pandemiezeiten sah. "Eure Mitglieder haben Westheim immer mit Leben erfüllt", freute sich Stockmann, der ebenfalls ein Geldpräsent überreichte. Im Anschluss würdigte er gemeinsam mit Wiegel die langjährigen Mitglieder, darunter fünf Gründungspersonen. Die goldene Ehrennadel nahmen die Gründungsmitglieder Gerda Kuchenbrod, Egon und Werner Manger, Rudolf Webert und Herbert Zeier entgegen. "Gold" für 40 Jahre Treue erhielten auch Erwin Kohlhepp und Erna Kraft. Hermann Häfner, Walter Schultheis und Albin Wüscher wird die Ehrung nachgereicht. Der Verein hielt zusätzlich einen Nistkasten für den Garten für die Geehrten bereit. Die silberne Ehrennadel gebührte dem Ehepaar Ursula und Karl Wiegel, die seit 25 Jahren dem Verein angehören und diesen maßgeblich unterstützen. Für 15 Jahre Zugehörigkeit nahmen Evelyn Sitzmann, Johannes Scherpf und Volker Schmitt die Bronzenadel in Empfang, die Günter Schaupp und Bettina Scherpf im Nachgang erhalten.