Wartmannsroth ist ein Genussort, der unter 100 solcher Orte von ganz Bayern zu finden ist. Am Wochenende, 20. und 21. Oktober, ist Wartmannsroth wieder Ziel vieler Besucher zu den Tagen der edlen Brände. Rund um die sieben Dörfer dieser Gemeinde führt ein etwa 35 Kilometer langer Brennerweg, der von den Wanderern geschätzt wird. Das Gebiet wird demnächst vom Mountainbike-Projekt stellenweise berührt.

Vor allem machte sich der Gemeinderat zunächst Gedanken über die innerorts belebende Entwicklung in den Dörfern der Gemeinde. Anlass für solche Überlegungen war das zum Jahresende auslaufende Förderprogramm der Gemeinde zur Revitalisierung der Ortskerne. Die Lenkungsgruppe der Allianz Fränkisches Saaletal hatte eine Verlängerung des Programms vorgeschlagen. Bürgermeister Jürgen Karle brachte es auf den Punkt: "Erneuerung Ja oder Nein?". Die Räte entschieden sich für ein Nein des Programms in der alten Art und regten gleichzeitig den Vorschlag für ein neues Förderprogramm an. Nicht mit der finanziellen Gießkanne zur Unterstützung privater Bauprojekte wie bisher, sondern mit gezielten Schwerpunktmaßnahmen soll gegen die Leerstände und optischen Missstände etwas unternommen werden. Genaueres wollen die Räte nach Ortsbegehungen und Betrachtung der Brennpunkte in einer weiteren Sitzung erörtern.

Ein freudiges Ja gab es von den Räten für die Widmung des Straßenzugs "Rudolf-Winter-Straße" zu einer öffentlichen Straße. Diese führt in Völkersleier von der Fronstraße in das Baugebiet Bornhecke II. Winter war von 1977 bis 1996 erster Bürgermeister der Gemeinde Wartmannsroth. Für zahlreiche Ehrenämter, darunter auch als Feldgeschworenen-Obmann des Altlandkreises Hammelburg, engagierte sich Winter. Er verstarb heuer im Januar mit 93 Jahren.

Muss die Strecke des Mountainbike-Projektes mit Teilen des Brennerweges identisch sein? Mit 3:8 Stimmen entschieden sich die Räte für ein Nein. Zumindest wenn Wanderer und Radfahrer sich auf recht schmalen Pfaden im Waldgebiet begegnen, dann befürchten die Räte Kollisionsgefahr. In den Bereichen Schondratal und Heckmühle jedoch bestehe diese Gefahr nicht, weil die Wege breit genug seien.

Schon heuer im März beschlossen die Räte, an dem Naturschutzprojekt "Grüngitter" der Allianz Fränkisches Saaletal teilzunehmen. So gab es jetzt grünes Licht für die finanzielle Unterstützung mit rund 2500 Euro pro Jahr und die Teilnahme für mindestens drei Jahre Dauer.

Die Voraussetzungen für ein neues Feuerwehrauto der Wehr in Völkersleier seien mit elf Atemschutzträgern erfüllt, sagte Karle. Schon vor einem Jahr hatte der Gemeinderat einen entsprechenden Grundsatzbeschluss verabschiedet. Im Haushalt 2019 sollen die Ausgaben berücksichtigt werden. Ähnlich wie in Schwärzelbach soll es ein Tragkraftspritzen-Fahrzeug mit Wassertank (TSF-W) sein. Nach einhelligem Beschluss der Räte soll das neue Feuerwehrauto jetzt bestellt werden.

Bereits in den laufenden Haushalt eingeplant ist jener Kostenanteil in Höhe von rund 4300 Euro, den der Kindergarten St. Andreas für die Ausbaumaßnahmen beantragte. Somit übernimmt die Gemeinde 80 Prozent der Gesamtkosten, den Rest trägt die Kirchenstiftung. Es betrifft das Aufstellen neuen Spielgerätes im Kindergarten Schwärzelbach. Karle ließ durchblicken, dass der Trägerverein an der Finanzierungsgrenze angekommen sei.