Schon seit längerer Zeit laufen auf der Anlage die Vorbereitungen für den Ansturm der Wakeboarder.

"Wir haben den ganzen Winter durchgebuckelt", sagt Golla. Frische Ladungen Kies bringen das ausgetretene Gelände am Start wieder in Form. Einer der Sanitärcontainer sei außerdem saniert worden. Demnächst entsteht noch ein geschützter Freisitz und ein kleinerer Anbau, in dem die Neoprenanzüge vor direkter Sonne geschützt trocknen können.

Ende der 1990er Jahre pachtete er die Wasserskianlage zunächst, dann kauft er sie im Jahr 2003, erklärt Golla. Bis 2008 betrieb er den Wakepark selbst. Danach verpachtete er ihn. Nun ist Golla wieder selbst dabei. Die Entscheidung begründet er damit, dass er den Betrieb in der Familie halten und an eine neue Generation weiter reichen wolle. Seine Nichte Lisa Schmitt soll die Anlage kennenlernen und irgendwann übernehmen.

Die Freizeitanlage in Thulba ist die einzige Wasserseilbahn im ganzen nordbayerischen Raum. Die nächstgelegene findet sich in Hessen. Golla hätte nichts dagegen, wenn es noch mehr Wakeparks in der näheren Region gäbe. Das wäre keine Konkurrenz, sondern würde den Sport noch bekannter machen.

Die Seilbahn in Thulba wurde ursprünglich für Wasserski-Fahrer angelegt. Später änderte sich die Zielgruppe: In den 1990er Jahre kamen die ersten Wakeboarder. Die neue Fun-Sportart verdrängte den Wasserski-Trend nach und nach. Heute ist die Seilbahn auf Wakeboarder ausgelegt. Auf dem Einzelbrett gleiten die Sportler langsamer über die Oberfläche des Sees als mit Skiern. Die Geschwindigkeit liegt bei etwa 29 Stundenkilometern, erläutert Golla. Den Wakeboard-Fans komme es vor allem auf Sprünge und Tricks an.