WittershausenDie diesjährige Bürgerversammlung in Wittershausen war die 146. im Amt von Bürgermeister Gotthard Schlereth. Ortssprecher Elmar Sell begrüßte neben Marktgemeinderatsmitglieder und Vereinsvertreter eine stattliche Anzahl von Bürgern. Sein besonderer Dank galt den Helfern für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Bürgermeister Schlereth berichtete vom sanierten Marktplatz in der Großgemeinde. Dort habe die Wiedereröffnung des "Schwarzen Adler" zur Belebung beigetragen. Er erinnerte an das Projekt Pro Jugend in Zusammenarbeit mit Gemeindejugendreferentin Ina Hiller. In dem Pilotprojekt - gemeinsam mit Maßbach - wurde die Homepage noch einmal vorgestellt. Nun solle insbesondere bei den Vereinen die Werbetrommel dafür gerührt werden. Das Wassernetz erstreckt sich auf eine Länge von 70 Kilometer, und pro Jahr hat man durchschnittlich sechs Rohrbrüche zu verzeichnen, 60 an der Zahl seit 2009. "Rohrbrüche haben die Eigenschaft, dass sie sich nicht ankündigen", so der Bürgermeister. Er bat die Bürger deshalb um Geduld, wenn hier Probleme auftreten würden.

Die regionalen Volkshochschulen haben "Die Städtischen Volkshochschulen Bad Kissingen und Hammelburg" gegründet. Aus dieser Vereinigung resultierten nun neun vhs-Standorte, zu denen auch Oberthulba zählt. Durch den Verbund sei es nun möglich, sich für alle Kurse an jedem Standort anzumelden, wusste vhs-Beauftragte Anita Sell zu berichten. Die Pro-Kopf-Verschuldung des Marktes beträgt zum Ende des Jahres 369 Euro, Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Die Vertragsverhandlungen zur Errichtung eines Mastes auf einem gemeindlichen Grundstück östlich von Wittershausen sind weitestgehend abgeschlossen. Derzeit werde eine konkrete Bauplanung ausgearbeitet.

Wittershausen ist der drittgrößte Ortsteil der Großgemeinde. Auch hier trete das Problem mit den unbebauten Grundstücken auf - 20 an der Zahl, so Schlereth. Der Ort zählt derzeit bei 19 Zu- und 13 Wegzügen 491 Einwohner. Ein Sterbefall und keine Geburt war zu verzeichnen. Auch in Wittershausen appellierte Schlereth dafür, sich an der Kommunalwahl zu beteiligen. Mit den acht Listen sei man bis jetzt gut gefahren. Es wurde an die am 15. November stattfindende Nominierungsversammlung erinnert.

Das Entenhaus am See wurde mit 82 ehrenamtlichen Stunden und 500 Euro Gesamtkosten gebaut. Die Linde am Friedhof wurde erhalten. Die Sanierung des Baumes kostete 900 Euro. Fragen der Bürger betrafen Rückschnitt und Pflege eines gemeindlichen Baumes vor einem Privathaus, die Pflanzung von zwei neuen Bäumen und die Reinigung eines Kanalschachtes nach der Sturzflut. Auch beim Thema Zaun am Spielplatz konnte Schlereth Abhilfe schaffen. Lediglich gegen einen Mülleimer am Spielplatz spreche viel. Nicht die Anschaffung sei hier das Problem, sondern das Leeren und der unbefugt eingebrachte Müll. Auch beim Thema Radweg nach Aura sah er derzeit wenig Aussicht auf Erfolg. Schlereth lobte den gelebten Dorfgeist und bedankte sich für die harmonische Versammlung. "Man braucht die Ungeduld für das Ziel vor Augen, aber auch die Geduld um es schließlich umzusetzen", sagte er abschließend.