Rund 140 Interessierte nahmen diese Gelegenheit wahr. Bürgermeister René Gerner (ZAG), der allen Helfern dankte, legte den knapp zweistündigen Rückblick als Power-Point-Präsentation auf, die er kommentierte.

Er rief einige markante Beispiele in Erinnerung. So informierte er über die Investitionen beim Kindergarten, der mit 200 000 Euro saniert wurde, den Waldfriedhof (186 000 Euro) und den "Eulentreff", der mit knapp 600 000 Euro zum neuen Fuschter Kultur-, Jugend- und Informationszentrum avancierte. Eine überaus erfreuliche Nachricht sind drei Millionen Euro, die in Fuchsstadt als Rücklagen vorhanden sind.

Personelle Veränderungen

Die neue Kindergartenleiterin Jutta Stolper hat die steigende Kinderzahl im Griff. Nach dem Tod vom Fritz Kümmert ist Thomas Heinz neuer Bauhofleiter, Christian Eckert neuer Mitarbeiter im Bauhof. Die Verwaltung erhielt eine neue Struktur. Geschäftsleiter Elmar Schubert obliegt die Hauptverwaltung, Kristina Luxem übernahm die Bauabteilung und Kämmerer Andreas Mützel führt die Finanzabteilung.

Zu den erledigten, begonnenen und geplanten Bauprojekten zählen eine Unterstellhalle für den Bauhof und der Anbau am Feuerwehrgerätehaus. Da die Bauplätze in Fuchsstadt ausverkauft sind, wird es eine Leerstandsabfrage geben. Die Bäume im Waldfriedhof sind beschildert. Das Tretbecken unweit des Eulentreffs und das "Insekten- und Kräuter-Gärtle" stehen kurz vor der Fertigstellung. Anstehende Projekte sind das Nahwärmenetz, für das eine Genossenschaft als Betreiber gesucht wird, der Photovoltaik-Solarpark, ein Feuerwehrfahrzeug und der Ausbau "Gräfenberg".

Unter dem Punkt Fragen und Anregungen fragte Dieter Bammes, warum der neue 5G-Mast nicht auf dem Kohlenberg platziert wurde. Gerner verwies auf die langen Debatten mit der Deutschen Funkmast-Gesellschaft, die darin endeten, dass der Mast entweder nahe des HAGA-Baus entsteht oder gar nicht. "Damit ist das Bauwerk bei uns vor der Türe gelandet ", stellte Barbara Büttner fest, die Strahlenschäden befürchtet und den Antrag stellte, der Gemeinderat möge dies baldigst überprüfen lassen.

Brigitte Burtchen sichtete ein "Blockhaus" nahe der Dreifaltigkeitskapelle, vermutlich ein Futterschuppen, der teils Gemeindewege in Anspruch nimmt. Dies sei widerrechtlich. Gerner versprach: "Wir gehen der Sache nach."

Pläne gegen Wassermassen

Stefan Becker befürchtet Erdrutsche an den Fußball-Trainingsplätzen bei Starkregenfällen. Der Bürgermeister hofft mit einem Rückhaltebecken und Gräben eventuelle Wasser- und Schlammmassen vom Kohlenberg von den Häusern weghalten zu können. "Sollte der Fall eintreten, rutscht Schlamm und Erdreich erst einmal auf den Sportplatz", ist er sich sicher. Doch "sei jede Lage einzubeziehen, und das wird schwierig".

Über immer mehr Fahrzeuge vor der Kirche, eine Anfrage von Klaus Kippes, müsse sich der Rat Gedanken machen, pflichtete Gerner bei. Annemarie Pfülb regte "grüne Gärten statt Steinwüsten" vor den Häusern an. "Dagegen könnte die Kommune eine Satzung erlassen", stimmte der Bürgermeister zu. Er will jedoch erst abwarten, "denn Steine sind aus dem Trend". Josef Hufnagel bat um Auskunft, in welcher Reihenfolge die vorgesehenen Straße saniert werden. Zuerst der Gräfenberg, dann der Kohlenberg und danach die Obere Dorfstraße. Zur Frage von Reinhard Kippes nach dem sogenannten "Simons-Gelände" sagte Gerner: "Der Besitzer braucht seine Scheune für Autos und geht auf kein finanzielles Angebot ein - es sei denn, er bekommt eine Ersatzscheune."