Elfershausen
Bedarf

Babyboom im Markt Elfershausen: Ist der neue Kindergarten schon zu klein?

Die Zahl der Kinder scheint im Markt Elfershausen in den letzten drei Jahren extrem gestiegen zu sein. Das jedenfalls nannte der Bürgermeister als Grund dafür, warum trotz des Neubaus vielleicht schon ab Winter Kinder wegen Platzmangels abgewiesen werden müssen.
Ist der neue Kindergarten schon jetzt zu klein? Der Bedarf an Kindergartenplätzen steigt im Markt Elfershausen enorm. Grund dafür ist ein markanter Anstieg an Neugeborenen in den letzten drei Jahren.
Ist der neue Kindergarten schon jetzt zu klein? Der Bedarf an Kindergartenplätzen steigt im Markt Elfershausen enorm. Grund dafür ist ein markanter Anstieg an Neugeborenen in den letzten drei Jahren. Foto: Winfried Ehling
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Trotz des Kindergarten-Neubaus in Elfershausen musste sich der Gemeinderat in seiner Sitzung mit der Frage beschäftigen, ob die Kindergartenplätze im Markt in naher Zukunft noch ausreichen. So unwahrscheinlich es anmutet, schon ab dem Früh-Winter könnten Bewerber wegen Platzmangels abgewiesen werden. Den Grund nannte Bürgermeister Johannes Krumm: Ein extremer Kinderanstieg in den letzten drei Jahren.

Die Statistik zeigt einen Geburtendurchschnitt von etwa 50 Kindern im Markt in den vergangenen fünf Jahren. Der theoretische Gesamtbedarf an Krippenplätzen lag Anfang Mai bei rund 100 Kindern. Vorhanden sind aktuell insgesamt 32 Krippenplätze. Die statistische Tabelle listet für die bis Einjährigen mehr als 50 Kinder, für die Kinder bis sieben Jahre einen Bedarf von weit über 100 Plätzen.

Nach Stand im Mai besuchen 68 Kinder die Einrichtung in Elfershausen, 23 Mädchen und Buben betreut der Langendorfer Kindergarten, in Machtilshausen sind es 40 Kinder. Aktuell werden elf Kinder von Orten außerhalb der Marktgemeinde betreut. 16 Regelkinder und drei Krippenkinder aus dem Markt sind in externen Kinderhorten untergebracht. Die Bedarfsplanung für Kindergartenplätze dürfte den Rat in absehbarer Zeit noch beschäftigen.

Auf Anregung von Gemeinderat Jürgen Englert diskutierte das Gremium eine Pflasterung des Wegs zum Trimberger Tretbecken. Krumm schlug hier einen Plattenbelag, Sandstein oder Granit vor. Um den Eintrag von Kleinschotter in das Becken zu vermeiden empfahl er die Randbereiche des Beckens einzuschlemmen. Geplant ist ein Angebot, bei dem Bürger die Trittplatten erstehen können - ähnlich wie auf der Trimburg - und die Namen der Spender darauf eingraviert werden. Details will der Bürgermeister bei der Einweihung des Kneipp-Beckens am 19. Juni darlegen.

Zweite Bushaltestelle

Am "Kehrweg" in Machtilshausen nahm die Gemeinde die zweite Bushaltestelle in Betrieb. Ein Sponsor, der nicht genannt werden möchte, spendete das Pflaster. Der Gemeinde-Bauhof setzte die Maßnahme um. Der Bauhof verfugte auch das Kneipp-Becken in Engenthal, das jetzt wieder zur Verfügung steht. Das Projekt "Radverbindung von Langendorf nach Fuchsstadt" wurde in das Förderprogramm "Radoffensive" aufgenommen. Der Förderanteil liegt bei rund 80 Prozent.

Der Markt will in einem schriftlichen Antrag beim Landratsamt eine Änderung der unlängst "harmonisierten" Geschwindigkeit auf der B 287 erwirken. Insbesondere die Trimberger klagen über den erhöhten Lärmpegel und die verminderte Sicherheit bei der Überquerung der Straße zum Friedhof oder zur Kirche. Speziell in diesem Bereich bittet der Gemeinderat um Verbesserungen.

Aus nichtöffentlicher Sitzung berichtete Krumm, dass eine Machbarkeits-studie zur Errichtung von Photovoltaik-Anlagen in Langendorf und Trimberg in Auftrag gegeben wurde. Für die Kindergärten in Langendorf und Machtilshausen ist der Auftrag zum Einbau dezentraler Lüftungsgeräte vergeben. Zum Neubau des Feuerwehrhauses genehmigte der Rat im Nachtrag den Einbau einschichtiger Betonsteine und Rinnen sowie die Verlegung des Waschplatzes. Ein elektronischer Schlüssel für die Wasserschieber beschafft der Markt gemeinsam mit Fuchsstadt. Zur Breitbandversorgung im Baugebiet Engenthal wird ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Zwei Bauanträge, die Errichtung eines Zweifamilienhauses mit Car-Port und der bau eines weiteren Wohnhauses mit Doppelgarage in der Julius-Echter-Straße passierten ohne Einwände. Gemeinderat Englert beklagte den Zustand am Eingang des Elfershausenser Friedhofs durch Unkraut und Schmutz. "Das ist eine Schande", meinte er. Der Bauhof soll hier für Sauberkeit sorgen.