Mit Albrecht Leurer hat ein Pionier das Team des Abwasserzweckverbands (AZV) Thulba-Saale verlassen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde verabschiedeten AZV-Vorsitzender und Bürgermeister Armin Warmuth sowie Geschäftsführer Burkhard Oschmann den Abwassermeister, der den Verband mitgestaltet und geprägt habe. Leurer sei eine Institution, dessen Name wohl noch lange - nicht nur auf der Verbandsanlage "An der Ziegelhütte" - nachklinge.

In wenigen Tagen feiert Albrecht Leurer seinen 66. Geburtstag und genau 50 Jahre Arbeitsleben, davon 41 Jahre im öffentlichen Dienst. Ab 1980 war er Klärwärter in der Kläranlage der Stadt Hammelburg. Nach dessen Gründung im Jahr 1993 wechselte er zum Abwasserzweckverband. Er habe fleißig an dem stets wachsenden Zweckverband mitgearbeitet, würdigte Warmuth die Verdienste Leurers, der auch für die CSU im Stadtrat sitzt. Sein hohes Fachwissen und ein großer Erfahrungsschatz, aber auch Humor, Hilfsbereitschaft und seine gesellige Art seien von den Mitarbeitern immer geschätzt worden.

Zahlreiche ehrenamtliche Tätigkeiten

"Du kannst mit Stolz auf das Erreichte zurückblicken", versicherte Warmuth seinem Stadtratskollegen. Der Verabschiedete arbeitete unter fünf Bürgermeistern und ist Ortssprecher, Feldgeschworener, Mitglied des Weinbauvereins und des Bauernverbands sowie "Mädchen für alles", weil er stets um innovative Lösungen bemüht sei. "Wir sind erleichtert, dass du uns mit deinem Rat beiseite stehst", sagte Warmuth. Leurers Nachfolger Johnny Heine bezeichnete Warmuth als "bestens gerüstet" und ebenfalls gut vernetzt.

AZV-Geschäftsleiter Burkhard Oschmann sah den guten Ruf des Abwasserzweckverbands durch ein gutes Team begründet, das zeige sich - in wesentlichen und wichtigen Teilen - an Abwassermeister Albrecht Leurer. "Du hast deine Arbeit gelebt und mit einem Pflichtbewusstsein erfüllt, das oft über die normale Zeit hinausging", sagte Oschmann, und: "Es war stets beruhigend zu wissen, dass man dich zu jeder Zeit anrufen konnte." Das Engagement Leurers sei besonders dann offensichtlich geworden, wenn im Betrieb dringend Hebezeug- oder Transportmittel benötigt wurden und Leurer seinen Traktor mit Anhänger, Pumpenfass und Sonstiges zur Verfügung stellte.

"Besonders habe ich deine Kontaktfreude, deine Art und auch deinen Mut geschätzt auf die Leute zuzugehen und Dinge direkt anzusprechen", sagte Oschmann. Die Kontaktfreudigkeit sei wahrscheinlich auch ausschlaggebend für das Engagement als Obmann in der Kläranlagen-Nachbarschaft und in der Kommunalpolitik gewesen. "Hinzu kam deine humorige Art, viele Dinge erst einmal positiv zu sehen und daraus Lösungen zu finden", fügte der Geschäftsleiter hinzu. Die hohe Wertschätzung, die der Jubilar seinem Arbeitsplatz entgegenbrachte, gab er auch an die Jungen weiter mit den Worten: "Ihr wisst gar nicht, welchen tollen Arbeitsplatz ihr habt."

Warmuth und Oschmann dankten mit einer Urkunde und Präsenten, darunter einer Ballonfahrt. Gemeinsam mit dem gesamten AZV-Team wünschten sie Freude am neuen Lebensabschnitt und "immer eine gute Erinnerung an uns".

Der Geehrte dankte für das gute Miteinander über lange Zeit. Seine Arbeit in der Kläranlage habe er nie - wie dies früher bespöttelt wurde - als "Strafversetzung" empfunden. Und von allen Kollegen verabschiedete sich Leurer mit den Worten: "Danke auch dafür, dass ich nie alleine gelassen wurde."