"Wir müssen derzeit Dinge tun, die wir vielleicht nicht tun wollten und auch von der Ideologie abweichen", ging Bürgermeister August Weingart auf die Anpassung der Brennholzpreise ein. Bisher seien alle Bürgermeister innerhalb der Forstbetriebsgemeinschaft deren Empfehlung bezüglich Erhöhung des Holzpreises gefolgt. Er führte auch die Mehrkosten für Einschlag und Rückearbeiten durch die Lohnunternehmer an.

Die Sulzthaler Bürgerinnen und Bürger sollten doch von ihrem Wald auch etwas profitieren, sprach sich Andreas Sauerhöfer für einen ermäßigten Preis von 70 Euro/Festmeter für Sulzthaler Haushalte aus. Klaus Keller wollte den Losholz-Preis attraktiver gestaltet wissen, man müsse nicht so viel Astholz im Wald belassen. Mit 6:1 Stimmen sprach sich das Gremium für eine Erhöhung des Holzpreises auf 85 Euro/fm aus. Privatpersonen können bis zu 20 fm ordern und Sulzthaler Haushalte erhalten eine Ermäßigung von fünf Euro auf die ersten fünf Festmeter. Forsttechniker Markus Söder, seit Anfang des Monats Revierleiter in Sulzthal, stellte sich vor und freute sich auf eine langfristige und gute Zusammenarbeit. Ein nächstes Treffen gebe es schon am Samstag beim Waldbegang.

Technisch machbar

Zwischen 8000 und 12.000 Kilowattstunden liegt der jährliche Stromverbrauch am Dorfplatz. Durch Abschalten der Beleuchtung möchte man ein wenig Energie einsparen. Mit Sensoren und Zeitschaltuhren sei die benötigte Technik dazu schon vorhanden.

Einstimmig beschloss der Rat die Erstellung eines integralen Konzepts zum Sturzflut-Risikomanagement und beauftragte die Verwaltung, einen entsprechenden Förderantrag zu stellen. "Wir werden damit im Notfall keine Objekte retten können, aber wir können Menschen retten", erklärte Weingart. In diesem Jahr endet der dreijährige Kalkulationszeitraum für Wasser- und Abwassergebühren. Aufgrund steigender Unterhaltskosten und allgemeiner Preissteigerungen sah man sich gezwungen, die Wassergebühr von 1,52 auf 1,78 Euro/Kubikmeter, die Abwassergebühr von 1,35 auf 1,85 Euro/Kubikmeter und die Niederschlagsgebühr von sechs auf 31 Cent/Kubikmeter zum 1. Oktober dieses Jahres zu erhöhen.

Kontrovers diskutiert wurde der Grundsatzbeschluss zum Ausbau erneuerbarer Energien. Einige Räte störten sich an der Aussage "Ausbau von Photovoltaik-Freianlagen im Besonderen..." und wollten dies weggelassen wissen. Nicht ändern wollte Weingart den Vorschlag zum Beschluss, denn er sei juristisch geprüft. Der Antrag wurde letztendlich mit 4:3 Stimmen abgelehnt.

Zur geplanten Änderung am Auslass des Sulzbachs im Bereich des Röthenweges wurde das mit der Planung beauftragte Landschaftsarchitekturbüro Dietz und Partner aus Engenthal gebeten, die Ergänzungs- beziehungsweise Änderungsvorschläge zur vorgelegten Planung zu prüfen und einzuarbeiten. Leider konnte das Büro diesen Termin nicht einhalten. Um keine unnötige Zeit verstreichen zu lassen, ermächtigte das Gremium Bürgermeister Weingart, die neuen Plan- und Förderunterlagen, sofern sie den Vorgaben entsprechen, zusammen mit der Verwaltung an das Wasserwirtschaftsamt zur Prüfung zu übermitteln. Erneut brachte Weingart die Haftungsgründe vor, als es um das Anbringen eines Handlaufes in der Brunnenstube ging, dies war eine Anregung aus der Bürgerversammlung. Ludwig Edelmann schlug vor, probeweise ein Geländer anzubringen, ohne das Wasserbecken anzubohren. Im Sandkasten am Spielplatz möchte man mittels Sonnenschirm für etwas Beschattung sorgen. Mit dem Pfarrhaus sei nun ein Ausweichquartier für die U3-Kinder während der Kindergartenerweiterung gefunden.