Die Entscheidungen über die Fördermittel aus dem Allianz-Regionalbudget 2021 sind getroffen. Insgesamt 17 Kleinprojekte werden im ländlichen Raum gefördert entschied die unabhängige, aus fünf Personen bestehende Jury. Mit dem Budget soll eine engagierte und eigenverantwortliche Entwicklung unterstützt und die regionale Identität gestärkt werden.

Für diese Zwecke können 100 000 Euro genutzt werden. Das Amt für ländliche Entwicklung (ALE) stellte dafür 90 000 Euro und die Allianz Fränkisches Saaletal 10 000 Euro bereit. Vereine, Verbände, Privat-Personen, Unternehmen und regionale Initiativen konnten sich - unter Einhaltung der Vorgaben und festgelegten Kriterien - um Förderung bewerben. Die angemeldeten Projekte dürfen bis zu maximal 20 000 Euro kosten und können bis zu 80 Prozent, höchstens aber 10 000 Euro gefördert werden.

Wettbewerb für alle Antragsteller

Das Regionalbudget ist jedoch kein Förderinstrument mit dem Kleinprojekte nach Belieben unterstützt werden. Vielmehr handelt sich um einen Wettbewerb, bei dem alle Antragsteller den gleichen Bedingungen und Voraussetzungen unterliegen. Die Lenkungsgruppe erstellte deshalb im Oktober vergangenen Jahres zehn Förderkriterien, die für alle Bewerber bindend sind.

Dem Entscheidungsgremium, bestehend aus Verena Dotzel, Alfred Jeurink, Reinhard Hallhuber, Kurt Selbert und Manfred Manger sowie Allianz-Manager Holger Becker, der die Zusammenkunft organisierte, lagen 24 Bewerbungen vor. Gut zwei Drittel der Förderanfragen deklarierten die Juroren als förderfähig. Der Projektauswahl lag ein Punkte-Bewertungsblatt zu Grunde und die Maßgabe, dass die geförderten Maßnahmen bis spätestens 20. September des Jahres umgesetzt sind.

Die einzelnen Projekte im Überblick

Folgende Projekte wurden für eine Förderung ausgewählt: In Fuchsstadt erhält das "Fuschter Insekten-Gärtla" den Zuschuss für ein Insekten- Domizil an der Ecke Kissinger-/ Friedhofstraße. Für die Verbesserung der Raumakustik im "Haus der Lebenskunst" sprach das Gremium Ramsthal eine Förderung zu. In Wartmannsroth wird die Errichtung einer Schutzhütte am Brennerweg finanziell unterstützt.

Auf einen Aussichts- und Erholungsplatz an der Schutzhütte "Stürzelberg" kann sich Obereschenbach freuen, dessen Holzbrunnen und ein Brotbackofen am Sportgelände ebenfalls in die Förderung aufgenommen wurden. Der Radweg zwischen Obererthal und Thulba bekommt eine XXL-Ruhebank und in Sulzthal wird der Dorfplatz und ein Aussichtspunkt aufgewertet. So auch der Platz um die alte Dorflinde in Dittlofsroda, dessen Treppenaufgang ausgebessert, ein Geländer und eine Sitzgruppe angebracht wird.

Mit Unterstützung zur Anschaffung zweier digitalen Bienenstockwaagen kann der Imkerverein Hammelburg einen Wunsch realisieren. Zudem wird die Museumsinsel durch eine Informationsbeschilderung aufgewertet. Auch die "Freunde der Trimburg" wurden bedacht. Drei, schon lange ersehnte, Pagoden-Zelte für den äußeren Burghof, die von Mai bis Oktober stehen, profitieren - dank des bürgerschaftliche Engagements - von dem Budget.

In Euerdorf kann die Gruppe "Jugend aktiv" den Jugendraum-Vorplatz erneuern und das JUZ digitalisieren. Im Markt gibt es zudem einen Zuschuss für die Beschaffung eines Defibrillators für die "Helfer vor Ort"-Gruppe der Freiwilligen Feuerwehr. Langendorf will seine Streuobst-Bäume gegen den Wildverbiss schützen. Dafür gibt es Mittel ebenso wie für die Errichtung eines Volleyballfelds in Machtilshausen. Für die Innenausstattung des Dorfgemeinschaftshauses wurde Engenthal eine Beteiligung zugestanden.

Begleiten bei der Projektumsetzung

Die Allianz Fränkisches Saaletal will die genehmigten Anträge im Laufe der nächsten Wochen und Monate bei der Projektumsetzung begleiten und über Fortschritte und abgeschlossene Vorhaben auf ihrer Web- und Facebook-Seite berichten. Aufgrund des Zuspruch beabsichtigt Allianz-Manager Becker auch 2022 das Regionalbudget wieder zu beantragen.