Das Gebäude der Milchsammelstelle ist eingerüstet, das Dach ist bereits abgedeckt: Der Abriss hat begonnen. In den kommenden Wochen wird außerdem das Wasserbecken zugeschüttet. Die Milchsammelstelle verwandelt sich dann in einen neuen Dorfplatz.

Mit der Umgestaltung der Fläche findet die Dorferneuerung in dem Stadtteil ihren Abschluss. Gauaschach habe von den Maßnahmen sehr profitiert, sagte Ortsbeauftragter Edmund Schaupp in der Bürgerversammlung am Donnerstagabend. Er erwähnte die 1,7 Millionen Euro, die im Stadtteil investiert wurden - die Milchsammelstelle noch nicht mitgerechnet. Dazu kämen noch zahlreiche private Sanierungsvorhaben. Für die können Hauseigentümer sogar noch bis 2016 eine Förderung beantragen.

Ein Vorhaben bleibt allerdings über den Abschluss der Dorferneuerung hinaus bestehen: der Ausbau der Ortsdurchfahrt Ludwigstraße. Er könne mittelfristig, also in ungefähr vier bis fünf Jahren, angegangen werden, informierte Bürgermeister Armin Warmuth (CSU) über das Ergebnis eines Gesprächs mit dem Staatlichen Bauamt Schweinfurt. Zunächst will die Stadt die Meinung der Anlieger einholen. "Wir wollen abfragen, wie groß die Bereitschaft ist, den Ausbau mitzutragen", erklärte War muth.

Vermeidung eines Konflikts

Denn die Grundstückseigentümer müssten sich am Gehwegbau finanziell beteiligen. Eventuell muss für den Ausbau der Ortsdurchfahrt auch das eine oder andere Flächenstück erworben werden. Es würde das Vorhaben erleichtern, wenn die Anlieger mitmachten, sagte der Bürgermeister.

Gauaschach soll kein zweites Diebach werden, deshalb diese Vorgehensweise. "Wir wollen Auseinandersetzungen vermeiden", meinte Warmuth. In Diebach ist der Ausbau der Ortsdurchfahrt nach mehreren Jahren Vorlauf kurz vor der Umsetzung doch noch gescheitert. Anlieger waren nicht bereit, eine relativ kleine Fläche für das Vorhaben abzutreten.

Die Ludwigstraße in Gau aschach ist schon seit mehreren Jahren Thema. Sie war für 2004/ 2005 geplant. Wegen der A 71 seien die staatlichen Mittel jedoch gestrichen worden, erklärte der frühere Stadtrat Herbert Engelhardt. Ihm und seiner früheren Stadtratskollegin Heike Schultheis dankten Bernd Schaupp und Gerhard Scheuerer im Namen der Vereine für die geleistete Arbeit.

Gauaschach kann sich Hoffnung auf schnelles Internet machen. Der Ort zählt zu den Stadtteilen, in denen der Glasfaserausbau mit Hilfe eines Förderprogramms vorangetrieben werden soll. Am Dienstag gebe es Submissionsgespräche, informierte Warmuth. Und möglicherweise fällt der Kirschbaumweg ins Förderprogramm für das Kernwegenetz und kann dann hergerichtet werden.