In seiner jüngsten Sitzung lag dem Nüdlinger Gemeinderat ein umfassender Vorschlag für die Neugestaltung des Friedhofs vor.
Das Schwerpunkthema der letzten Sitzung des Nüdlinger Gemeinderats, die von 2. Bürgermeister Edgar Thomas geleitet wurde, war die Konzeption des "Friedhofsumgriffs" in Nüdlingen. Im Frühjahr hatte man sich überlegt, die Neugestaltung zunächst als Bachelorarbeit seitens der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf anfertigen zu lassen. Diese wurde jetzt von Hanna Dietz von der Verwaltung den Räten vorgestellt und erläutert.
Die Bachelorarbeit über den Sebastianifriedhof wurde im Sommersemester 2019 von Lucia Thumann gefertigt. Sie schuf ein Entwicklungskonzept, wie man die Wege durch Nüdlingen bis zum Jahre 2040 neu und attraktiv gestalten könnte. Vorgestellt wurden verschiedene Wege als Entwicklungsachsen, denen Thumann Namen ihrer Zuordnung gab. Eine wichtige Rolle wurde der Natur und der Gartenkultur zugeordnet. Der "Weg der Bewegung" soll die Besucher animieren, sich bei Sport und Spiel zu betätigen. Daneben war Raum für einen Obstgarten (Baumkultur) vorgesehen. Rad- und Wanderwege durch Nüdlingen wurden angeregt.
Ergänzt wurde die Konzeption durch einen Dorfladen für regionale Produkte und als Treffpunkt für Besucher. Eine ähnliche Funktion war auch für einen Schrebergarten vorgesehen. Der Sebastianifriedhof, so Lucia Thumann, solle bis 2020 Schritt für Schritt seiner Vollendung entgegen gehen, bis schließlich im Jahre 2040 die Fertigstellung erreicht sei. Funktionen des Friedhofs seien ein Ort der Trauer, der Natur und der Erholung.
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Lob für umfangreiche Arbeit
Nach dem Ende der Vorstellung gab es Lob von Bürgermeister Edgar Thomas und von mehreren Fraktionen wurde die umfangreiche Arbeit gewürdigt. Volker Schäfer (SPD) riet dazu, nicht nach dem Grundsatz "Wünsch dir was" zu verfahren. Man solle bedenken, dass die Einwohnerzahl derzeit stagniere. Eine Euphorie sei nicht angezeigt. 2. Bürgermeister Edgar Thomas sagte: "Die Umlegung ist eine ganz schwierige Geschichte".
Café auf dem Friedhof scheint utopisch
Theodor Hein (Bürgerblock) erinnerte als Vorbild an den Friedhof von Bergrheinfeld, der kürzlich besucht wurde. 3. Bürgermeister Stephan Schmitt (UWH, Unabhängige Wählergemeinschaft Haard) verwies auf den Friedhof in Haard, der in die Neukonzeption einbezogen werden solle. Es gehe zunächst um bestimmte Ideen, die mit aufgenommen werden könnten. Einige Vorschläge, wie zum Beispiel ein Café auf dem Friedhof, kämen ihm utopisch vor, sagte Volker Schäfer.
"Wir müssen wissen, was wir machen wollen", fügte Anita Haub (Bürgerblock) hinzu. Uwe Behr (CSU) zeigte sich überrascht von der Qualität der Bachelorarbeit. Darunter seien sehr viele gute Dinge, die es wert wären, weiter verfolgt zu werden. Er machte den Vorschlag, der Studentin ein Präsent oder eine Geldzuwendung zukommen zu lassen. Theodor Hein regte an, im Augenblick an das ISEK-Konzept zu denken. Nachdem sich weiterer Räte für eine großzügige Honorierung ausgesprochen hatten, wurde diese am Ende einstimmig beschlossen.
Weitere Punkte
Geschäftsleiter Stefan Funk nahm Stellung zum Antrag auf Baugenehmigung zur Errichtung eines Einfamilienwohnhauses am Häusler Weg. Der Gemeinderat erteilte die erforderlichen Befreiungen und stimmte ohne Gegenstimmen dem Bauantrag zu.