Karl Graf Stauffenberg, Direktkandidat der FDP im Wahlkreis Bad Kissingen, äußert sich kurz nach 19 Uhr zufrieden mit dem Abschneiden seiner Partei bei der Bundestagswahl. "Es hätten zwar noch ein paar Stimmen mehr sein können, auch, um sich den Grünen anzunähern, doch knapp 12 Prozent sind ein durchaus respektables Ergebnis." Er sei froh darüber, dass eine rot-grün-rote Regierung laut ersten Prognosen keine Chance hat. Dass CDU und CSU mit Markus Söder als Kanzlerkandidaten besser abgeschnitten hätte, bezweifelt der 51-jährige Eventmanager aus Irmelshausen. Das sehe man am schlechten CSU-Ergebnis in Bayern. "Mir persönlich war Laschet als Kanzlerkandidat sowieso lieber als Söder." Auch welche Koalition er in einer Regierung favorisieren würde, daraus macht Stauffenberg kein Geheimnis. "Jamaika wäre mir lieber als eine Ampel." Dass er im Wahlkreis Bad Kissingen nach der Hälfte der Auszählung bei knapp unter 7 Prozent lag, nahm er mit Genugtuung zur Kenntnis. Das sei in etwa so erwartbar gewesen und er freue sich über das gute Ergebnis, auch wenn es für ihn nicht für den Bundestag reicht.