Büttenabende, Tanzveranstaltungen, Faschingszüge. Noch bis Dienstag dauert die heiße Phase der Faschingszeit. Am Wochenende haben im ganzen Landkreis Bad Kissingen mehrere tausend Menschen gefeiert. Wie die Polizei bis Sonntagnachmittag berichtet hat, ging es dabei überwiegend friedfertig zu. "Fasching ist darauf ausgelegt, zu feiern und friedlich zu sein", sagt Stefan Haschke, Leiter der Polizei Bad Kissingen.
Gerade bei den Faschingszügen habe es in den vergangenen Jahren kaum Schwierigkeiten gegeben.


Sicherheitslage ist ruhig

In Einzelfällen kommt es aber immer wieder zu Streitigkeiten und Körperverletzungen. Die Einsatzkräfte führen in der Faschingszeit außerdem verstärkt Alkoholkontrollen durch. Zwar werden immer wieder betrunkene Fahrer angehalten, dennoch ist laut Haschke die Problemlage im Dienststellenbereich überschaubar.

Die Übergriffe gegen Frauen in der Silvesternacht in Köln und in anderen deutschen Großstädten haben die Einsatzkräfte auch im Landkreis alarmiert. "Wir sind aufmerksam und sensibel", berichtet Stefan Haschke. Die Sicherheitslage in der Rhön ist aber eine andere als in Metropolregionen. "Nachdem was sich hier bisher an Silvester und Fasching getan hat, haben wir aber keinen konkreten Anlass zur Sorge", sagt der Polizist.

Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt besonders vor Alkoholmissbrauch durch Minderjährige. So endete der Faschingsfreitag für vier Jugendliche aus dem Raum Würzburg mit hohen Promillewerten im Krankenhaus. Auch in Elfershausen wurde ein 15-Jähriger deshalb in eine Klinik gebracht.


Kontrollen mit Jugendämtern

Ein Problem ist in dem Zusammenhang der unerlaubte Ausschank von Alkohol an Kinder und Jugendliche. Vergangenes Jahr wurden der Polizei unterfrankenweit 58 solcher Fälle bekannt. "Neben einer Anzeige war oft auch ein Aufenthalt im Krankenhaus die Folge", sagt Pressesprecher Michael Zimmer. Die Einsatzkräfte sollen auch deshalb Präsenz zeigen. "Die unterfränkische Polizei wird deshalb insbesondere zur Faschingszeit ihre Kontrollen mit den örtlichen Jugend- und Ordnungsämtern konsequent fortsetzen."
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