Im Sommer vorigen Jahres entwickelte Arndt Tennie, Geschäftsführer der Sandberger Bekleidungs GmbH, spezielle transparente Masken, die er deutschlandweit unter anderem an Kliniken, Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung vertrieb. Diese Masken haben ein transparentes Mittelteil, so dass Menschen, die auf die Mimik ihres Gegenübers angewiesen sind, leichter kommunizieren können.

Geeignet sind diese wiederverwendbaren und waschbaren Masken aber nicht nur für hörgeschädigte Menschen, sondern auch Kleinkinder oder Schüler, die eine Fremdsprache erlernen. Mit der Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns kam seit dieser Woche bekanntlich auch eine verschärfte Maskenpflicht. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass künftig im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen medizinische Masken zu tragen sind. In Bayern gibt es darüber hinaus eine verschärfte Maskenpflicht, in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr sind FFP2-Masken Pflicht, um mit diesen Spezialmasken das Infektionsrisiko zu senken.

Kunde muss entscheiden

Nicht mehr erlaubt sind selbstgenähte Stoffmasken, andere Alltagsmasken und Gesichtsvisiere. Was bedeutet das für die Produktion der transparenten Masken in Sandberg. "Wir haben keine Zertifizierung", sagt Arndt Tennie. Die von ihm entworfenen Masken eigens zertifizieren zu lassen, das sei aus Kosten-Nutzen-Sicht nicht umsetzbar. "Wir verkaufen unsere Masken nach wie vor an Schulen und Kindergärten. Der jeweilige Kunde muss für sich selbst entscheiden, inwieweit die Masken eingesetzt werden können."

Positiv und hoffnungsvoll

Die Produktion der transparenten Masken war für Arndt Tennie ein willkommene Erweiterung des bestehenden Portfolios. Arbeitsplätze in der Sandberger Bekleidungs GmbH konnten auf diese Weise gesichert werden. Seit dem die Bekleidungsgeschäfte geschlossen haben, ruhe auch die Produktion in Sandberg. "Unsere Kunden sind im Lockdown. Wir rechnen aber damit, dass wir Mitte Februar die Arbeit wieder aufnehmen können", sagt Tennie. "Die Mitarbeiter befinden sich im Augenblick nicht in Kurzarbeit, es werden Überstunden und Resturlaub abgebaut." Das Geschäft  mit Trachten sei stets Anlassbezogen. Sei es für persönliche Familienfeste wie Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstage oder für Trachtenfeste wie das Oktoberfest. Größere Feste sind in 2020 ausgefallen, viele Familienfeste konnten nicht stattfinden, so dass das Käuferverhalten auch eher rückläufig bis abwartend blieb. Tennie blickt aber durchaus positiv und hoffnungsvoll in die Zukunft. "Wir haben keine Bedenken, das es nicht gut weiter geht."