Waldmann, der am 10. April 1925 in Fürth geboren wurde gilt als einer der herausragenden europäischen Landschafts-Aquarellisten unserer Zeit. Seinen Lebensabend verbrachte er gemeinsam mit seiner Frau Gabriele Waldmann, die der Veranstaltung ebenso beiwohnte, in Bad Bocklet. Europaweit waren Waldmanns Ausstellungen zu sehen.

Seine Frau Gabriele erinnerte sich daran, wie ihr Mann zur Aquarellmalerei kam. "Er wollte sich das "Übermalenkönnen" nicht mehr gestatten. Die nicht mehr zurücknehmbare Aussage ist es, was ihn an dieser Technik vor allem faszinierte", erinnert sie sich.

Vor Ort war auch die Kunsthistorikerin und die Kulturjournalistin Gisela Goblirsch, die in der Süddeutschen Zeitung publiziert. Sie stellte das Werk Waldmanns aus kunsthistorischer Sicht vor. "Waldmann gestand dem Papier zu, weiß zu bleiben und brachte so Lichteindrücke zustande, die ihresgleichen suchen", sagte sie. Hierbei habe er es ähnlich wie William Turner gemacht, der es ebenso meisterhaft mit Licht umzugehen wusste.

Aufs Wesentliche reduziert

Drei Kernaussagen machte sie beim Werk Emil Waldmanns aus: Reduzierung aufs Wesentliche, unbändige Lebensfreude und ein absolutes Vertrauen in die einmal getroffene Entscheidung. Sie erlebte Waldmann als sehr zurückhaltend und dem Kommerz abgeneigt. "Er gehört als Maler zu den ganz großen in Europa", sagte sie.

Die Kurkapelle Bad Bocklet sorgte für die musikalische Untermalung. Auch die historischen Damen vom Rondo Historica wohnten der Veranstaltung bei.

Wie Bürgermeister Wolfgang Back erinnerte, führte Waldmann auch noch an seinem "Ruhesitz" Bad Bocklet viele Kurse für fortgeschrittene Maler durch und gab sein Wissen so weiter. Back wies darauf hin, dass man Waldmanns Bilder in Sonderausstellungen im großen und kleinen Kursaal zeigen wolle. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Schaffen Waldmanns jeweils am 1. Donnerstag im Monat um 14.30 Uhr im Lesesaal in Bad Bocklet zu bewundern.